Jährliche Exkursion des Forstbetriebsverbandes Haldem-Arrenkamp durch den Stemweder Berg

Buchen- und Fichtenwald begutachtet

Ein historischer Grenzstein, der die Länder Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen trennt, war das erste Ziel während der Waldbegehung des Forstbetriebsverbandes Haldem-Arrenkamp.

Rahden - HALDEM/ARRENKAMP (ges) · Die Waldbesitzer des Forstbetriebsverbandes Haldem-Arrenkamp lassen sich durch widrige Witterungsbedingungen nicht abschrecken.

Wenn Vorsitzender Dagobert Gerth zur jährlichen Waldbegehung ruft, dann sind die Mitglieder da, weil es schlechtes Wetter bekanntlich nicht gibt, höchstens die falsche Bekleidung. Bei der jüngsten Auflage des Marsches durch den Wald waren auch wieder einige Interessenten dabei, die noch nicht zu den Besitzern eines Waldanteils zählen.

Die Mitglieder hatten sich auch diesmal einen Experten dazu geholt: Forstoberinspektor Norbert Schmelz begleitete die Waldbauern bei ihrer zwei Kilometer langen Exkursion durch das winterlich nasse Gehölz. Zwischendurch wartete Heiner Rosengarten im Bereich einer Lichtung mit wärmenden Getränken, die von den Marschierern gern angenommen wurden.

Bevor Dagobert Gerth die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Begrüßung zunächst an eine historische Stelle am Südhang des Stemweder Berges führte, an einen der Grenzsteine, die Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen trennen, gab es für mehrere Männer schon einen unvorhergesehenen Arbeitseinsatz. Sie mussten ein fest gefahrenes Fahrzeug von einem Acker befreien. „Ohne Pannen geht es einfach nicht“, kommentierte Gerth den Zwischenfall.

Im Vordergrund stand wieder die Begutachtung des Baumbestandes. Ein Buchenwald und ein Fichtenwald wurden näher unter die Lupe genommen. Insbesondere interessierten sich die Teilnehmer für die Naturverjüngung, für junge Buchen und Eschen.

Ein Thema war auch die Waldgesundheit. Sie hängt stark vom Klima und dem Befall durch Insekten ab. „Auch bei uns ist der Wald durch Luftschadstoffe belastet“, erläuterte Dagobert Gerth. „Klimawandel, Borkenkäfer und Frostspanner setzen dem Baumbestand zu“, erklärte er. Die im Stemweder Berg häufig vorkommende Buche sei für die Region eine sehr geeignete Baumart, „weil sie mit Krankheitskeimen gut zurecht kommt und sehr robust ist“, betonte der Vorsitzende weiter.

Gerth machte auch deutlich, dass der Mensch bei Eingriffen in die Natur darauf achten müsse, dass die Be- und Entwässerung des Waldes gut funktioniere. Im Übrigen würden die Waldböden schon von jeher eine wichtige Funktion erfüllen. Sie seien nicht nur unerlässliche Produktionsgrundlage der Forstwirtschaft, sondern spielten auch im Naturhaushalt eine überaus wichtige Rolle. „Der Waldboden erfüllt zahlreiche Schutzfunktionen. Er filtert und speichert Wasser und ist Lebensraum für eine vielfältige Welt von Lebewesen am und im Boden.“

In Deutschland zählt die Waldwirtschaft mit 11,1 Millionen Hektar Baumbestand übrigens nach der Landwirtschaft immer noch zur flächenmäßig bedeutendsten Landnutzungsform.

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