Bauausschuss für zweckgebundenes Areal

Weg für Biogas in Drohne geebnet

Levern - Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Stemwede hat sich am Mittwochabend einstimmig für die Änderung des Flächennutzungsplanes zur Darstellung eines Sondergebietes mit der Zweckbestimmung „Biogasanlage“ ausgesprochen (wir berichteten).

Die potenziellen Betreiber der 1,5-Megawatt-Biogasanlage, die zunächst im Dielinger Gewerbegebiet bauen wollten, für dort jedoch eine Absage erhielten, haben nach weiteren Gebieten auf Stemweder Boden gesucht. Als alternativer Standort kommt für die Betreibergesellschaft die Fläche östlich der Ruhrgas-Station in Drohne in Frage.

Die Fläche steht bereits überwiegend im Eigentum der Betreiber und bietet eine ideale Möglichkeit der Einspeisung in das Erdgasnetz. Für diesen Standort gab es im Dezember 2010 jedoch eine negative landesplanerische Einschätzung der Bezirksregierung Detmold. Derzeit werde der Außenbereichserlass NRW jedoch geändert, so die Verwaltung. Biogasanlagen mit einer Leistung größer als 500 MW – also nicht privilegierte Anlagen – , die direkt in das Erdgasnetz einspeisen und nicht verstromen, sollen außerhalb eines Gewerbegebietes beziehungsweise ohne Anbindung an ein vorhandenes Gewerbegebiet möglich sein. Mit dem Inkrafttreten des Außenbereichserlasses ist laut der Verwaltung noch im September zu rechnen.

Birgit von Lochow, Leiterin des Fachbereiches Bau und Planung der Gemeinde Stemwede, erklärte, man habe im Juni in nicht öffentliche Sitzung über Standorte diskutiert. „Alle vier angedachten Flächen kamen nicht zum Tragen“, so von Lochow. Jetzt hab man eine landesplanerische Anfrage an die Bezirksregierung gestellt. Diese sei noch nicht beantwortet.

Sie schlug jedoch vor, das Flächennutzungsplanverfahren trotzdem einzuleiten, „damit wir, sobald der Erlass durch ist, weiterarbeiten können“.

„Wir begrüßen die Planänderung“, so Jörg Bohne (CDU). „Das ist das, was alle gewollt haben, Der Platz ist ideal.“ In die gleiche Kerbe schlug Manfred Quebe (CDU) : „Das Gebiet ist optimal. Die Anlage stört da keinen.“

Im Parallelverfahren wird nun ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt. Die Plankosten muss laut dem Beschlussvorschlag die Betreibergemeinschaft übernehmen. · kap

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