Bundestagsabgeordneter Steffen Kampeter besuchte Elektrotechnik Hilker

„Bezahlbare Energie ist ein wichtiges Thema“

Überblick über Innovationen: Bei André Hilker (r.) und Andreas Heckert (l.) informierte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Steffen Kampeter, was in Sachen Photovoltaik und dezentraler Klein-Windkraftanlagen angesagt ist. ·

Rahden - Das Elektroauto wird an der Steckdose im Haus „aufgetankt“. Den Strom dafür hat die Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt. Klare Zukunftsvisionen in Sachen Energie hat Andreas Heckert, Mitarbeiter bei Elektrotechnik Hilker in Rahden. Innovationsfreude zeichnet das junge Team des in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Unternehmens mit dem Schwerpunkt Photovoltaik aus.

Im Rahmen seiner „Energie-Woche“ war jetzt der CDU-Bundestagsabgeordnete aus Minden, Steffen Kampeter zu Gast, um sich über Einsatz und Entwicklung bei regenerativen Energieträgern und deren Speichermöglichkeiten zu informieren. Begleitet wurde er von Rahdens Bürgermeister Bernd Hachmann und von Rolf Cornelius, dem Veranstalter der Messe Energie und Umwelt in Lübbecke.

Seit 14 Jahren ist der Elektrotechnikermeister André Hilker selbstständig. Der Schwerpunkt lag zunächst auf Elektroinstallationen und Telekommunikation. Vor etwa acht Jahren hat sich das Unternehmen auf Photovoltaikanlagen spezialisiert. Seit vier Jahren befindet sich der Firmensitz in der Steinmasch. Waren es 2009 16 Mitarbeiter, beschäftigt der zertifizierte Meisterbetrieb heute rund 30 Personen, darunter auch sechs Auszubildende. Weitere Personaleinstellungen sind geplant. Erst kürzlich wurde ein neues Logistikzentrum an der Carl-Zeiss-Straße eingeweiht. In das 600 Quadratmeter große Gebäude mit Solaranlage im Industriegebiet Süd hat Hilker 340 000 Euro investiert. „In Stoßzeiten ist es jetzt schon zu klein“, sagt er und schmunzelt. Ein weiterer Anbau ist geplant.

„Auf dem Photovoltaikmarkt können wir derzeit nur durch Verdrängung wachsen“, ist sich Hilker bewusst. „Die Wartung und Dokumentation wird zukünftig ein großer Bereich sein. Wie läuft die Anlage? Wie ist die Rendite?“ Aber auch an der Entwicklung von Speichern und dezentralen Klein-Windkrafträdern wird im Hause Hilker gearbeitet. Wichtiger als mit der Photovoltaikanlage Geld zu verdienen, werde zukünftig für die Menschen der Aspekt, durch die Anlage Geld zu sparen, ergänzt Mitarbeiter Andreas Heckert.

Zur Energiewende sei jetzt die Politik gefordert, vertritt André Hilker seine Meinung. Eine Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hält er für dringend erforderlich. Die Förderhöhe für Windenergie und die Vergütung für Eigenverbrauch nennt er dabei als Stichpunkte. Die Reform solle so ausfallen, dass nicht die Energiekonzerne bevorzugt würden, sondern auch kleine Unternehmen zum Zuge kommen könnten, wünscht er sich.

Besuch einer Stemweder

Biogas-Anlage

„Verlässliche, bezahlbare Energie ist ein wichtiges Thema“, erklärt Steffen Kampeter. Am Ende seiner „Energie-Woche“ werde er wissen, was Energiepolitik für die Menschen im Mühlenkreis bedeute. Um sich einen Gesamtüberblick zu verschaffen stehen unter anderem ein Besuch des Steinkohlekraftwerks Petershagen-Heyden, der Biogas-Anlage auf dem Hof Rabe in Stemwede, der Energieberatung der Verbraucherzentrale Minden sowie eine Besichtigung des Blockheizkraftwerkes und der Kläranlage Lübbecke auf dem Programm. · SoR

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