Rat beschloss Erhöhung der Eintrittspreise des Museumshofes Rahden / Uwe Trentelmann: „Drei Euro sind vertretbar“

Besuch der Aktionstage kostet mehr

An den Aktionstagen gibt es auf dem Areal des Museumshofes besonders viel zu sehen und zu erleben. Ob sich die erhöhten Eintrittspreise negativ auf den Besucherzulauf auswirken, wird sich in der kommenden Saison zeigen. Hier zeigt Magdalene Kottenbrink (r.), sie fungierte lange als ehrenamtliche Leiterin des Museumshofes, Besuchern, wie früher Wäsche gewaschen wurde.

Rahden - RAHDEN (kap) · Der Rahdener Museumshof war 2010 ein echter Besuchermagnet – besonders an den Aktionstagen passierten viele Besucher das kleine Kartenhäuschen. Mit Beginn der Saison 2011 müssen die Fans der beliebten Events tiefer in die Tasche greifen, denn der Rat der Stadt Rahden beschloss bei seiner jüngsten Sitzung, die Eintrittsgelder zu erhöhen.

Bislang zahlten Erwachsene 2,50 Euro und Kinder, Studenten sowie Schwerbehinderte mit entsprechenden Ausweisen 1,25 Euro – dies galt für alle Einzelbesuche des Geländes an der Burgruine.

Auf drei Euro hob der Rat den Eintrittspreis für Erwachsene an, Kinder, Studierende und Schwerbehinderte dürfen das Areal des Freilichtmuseums nach einer Zahlung von 1,50 Euro pro Person betreten.

Claus-Dieter Brüning und Torsten Kuhlmann (beide SPD) gefiel die Idee der Erhöhung nicht – sie stimmten dagegen. Brüning, der das vielfältige Programm des Museumshofes an den speziellen Tagen als gut bewertete, sagte: „Ich befürchte, dass das negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen hat.“ Als moderat und vertretbar bezeichnete Uwe Trentelmann, Leiter des Amtes für Ordnung und Soziales und zuständig für den Museumshof, die Anpassung. Sie gelte nur für die Aktionstage und könne einen Beitrag zur Konsolidierung der städtischen Finanzen leisten.

Die Erhöhung der Eintrittspreise müsse man begründen können, sagte Friedrich Schepsmeier (SPD). Er verwies darauf, dass es keinen Eintritt koste, an den Mahl- und Backtagen die Mühlen im Stadtgebiet zu besuchen. Die Bürger müssten wissen, warum sie an speziellen Tagen für den Besuch des Museums mehr zu zahlen hätten.

„Wir bieten an den Aktionstagen besondere Aktionen an“, sagte Uwe Trentelmann, der die Mühlen-Museumshof-Diskussion schon öfter geführt zu haben schien. Drei Euro Eintritt an Aktionstagen fand er vertretbar.

Auf welche Mehreinnahmen die Stadt durch die Erhöhung hoffe, fragte Horst-Wilhelm Bruhn (SPD). Sollten die Besucherzahlen ähnlich denen in diesem Jahr sein, gehe man von Mehreinnahmen von rund 1850 Euro aus, so Trentelmann. Im ablaufenden Jahr hatten rund 5 100 Menschen den Museumshof an den Aktionstagen besucht.

„Ich finde, man sollte der Gebührenerhöhung zustimmen und in einem Jahr schauen, ob sie irgendwelche Auswirkungen gehabt hat“, erklärte Carsten Zimmermann von der Freien Wählergemeinschaft Rahden. Wilhelm Kopmann (CDU) fand die Erhöhung „berechtigt“.

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