Kameradschaft ehemaliger Soldaten Pr. Ströhen feierte gestern mit vielen Gästen ihr 125-jähriges Bestehen

Ein Tag der Besinnung und Erinnerung

Zum Auftakt des Jubiläumsfestes legten Corvin Rohlfing und Ralf Böhnke am neuen Ehrenmal im „Speukebusch“ einen Kranz für die Gefallenen der Kriege nieder.

Pr. Ströhen - (ges) · Lob und Anerkennung für das in der Vergangenheit Geleistete erntete die Kameradschaft ehemaliger Soldaten Pr. Ströhen gestern Nachmittag anlässlich ihres 125-jährigen Bestehens. Zudem gingen den mehr als 170 Mitgliedern der ältesten Vereinigung in der nördlichsten Ortschaft Nordrhein-Westfalens viele gute Wünsche für die Zukunft zu.

     Die Lobes- und Dankesworte kamen aus berufenen Mündern: Stellvertretende Landrätin Kirstin Korte gratulierte für den Mühlenkreis, stellvertretender Bürgermeister Wilhelm Kopmann für Rat und Verwaltung der Stadt Rahden, Ortsvorsteher Hermann Seeker für die Ortschaft Pr. Ströhen und Bernhard Wietelmann für die Pr. Dorfgemeinschaft. Alle hatten für Vorsitzenden Reinhard Meyrose die üblichen „westfälischen Flachgeschenke“ mitgebracht, bis auf den Vorsitzenden des Heimatvereins: „Unser Umschlag ist etwas dicker als die anderen, weil alle örtlichen Vereine zusammengeschmissen haben.“ Auch das Geburtstagspräsent von Manfred Helweg aus Wehe, der für die Gastkameradschaften des „Alten Amtes“ gratulierte, fiel aus dem Rahmen: Er überreichte ein „Nordkreis-Flachgeschenk“. Weitere Gratulanten waren die Ratsmitglieder Torsten Kuhlmann und Bianca Winkelmann, Markus Oesterley von der Stadtsparkasse, der Pr. Ströher Seelsorger Pfarrer Roland Mettenbrink und Dietmar Kröger von der Rahdener Marinekameradschaft.

Delegationen der örtlichen Vereine waren gestern Nachmittag ebenso auf den Beinen wie der Pr. Ströher Spielmannszug und Posaunenchor, Abordnungen der Kameradschaften aus dem „Alten Amt Rahden“ und befreundete Marinekameraden aus der Auestadt: Mehr als 200 Gäste machten dem Jubiläumsverein ihre Aufwartung und unterstrichen damit die Bedeutung der Kameradschaft ehemaliger Soldaten für die Dorfgemeinschaft.

Obwohl sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, traten alle Gastvereine zum Auftakt beim „Speukebusch“ an, um im ersten Teil des Jubiläumsfestes am neuen Ehrenmal einen Kranz niederzulegen. „Durch die erst jüngst im Afghanistan-Krieg getöteten deutschen Soldaten erhält die heutige Gedenkfeier eine neue Aktualität“, stellte Pfarrer Roland Mettenbrink in seiner kirchlichen Festansprache heraus. Tiefe Trauer gelte auch den polnischen Politikern, die bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen seien, sagte der Geistliche. Ebenso den vielen Opfern von Gewalt in den verheerenden Kriegen der Vergangenheit.

Vom „Speukebusch“ ging es zum Festsaal des Gasthauses Buschendorf, wo der zweite Teil des Festes über die Bühne ging. Zunächst mit Grußworten, anschließend mit Kaffee und Kuchen, einem geschichtlichen Rückblick durch Vorsitzenden Reinhard Meyrose, der Vergabe von Fahnenbändern als Erinnerung an den Tag, der Auszeichnung der besten Mannschaften und Einzelschützen beim vorangegangenen Jubiläumspokalschießen sowie der Ehrung verdienter Vorstandsmitglieder der Vergangenheit und der ältesten Mitglieder der Kameradschaft.

„Mit Stolz können wir hier und heute auf 125 Jahre zurückblicken, die von Kameradschaft, Vereinstreue und Tradition geprägt wurden“, stellte Ortsvorsteher Hermann Seeker in seinem Grußwort heraus. „Zu aller-erst ist es ein Festtag für die Vereinigung, aber auch ein Tag der Besinnung und Erinnerung“, ergänzte er. Besinnung darüber, was 1885 zur Gründung der Kameradschaft ehemaliger Soldaten geführt habe, Erinnerung an die Gründer und die vielen Menschen, die durch Krieg und Gewalt ihr Leben gelassen hätten und letztlich auch eine Mahnung an die Folgegenerationen, dass Brutalität und Unmenschlichkeit zu rein gar nichts führen würden. „Es ist verdienstvoll, dass sich der Jubiläumsverein dafür einsetzt, den hohen Wert eines friedvollen Miteinanders zu vermitteln.“

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