Ab 1. Februar neue Notdienstregelung

Bei Notfällen künftig nach Lübbecke

Im Krankenhaus Rahden wird mit Inkrafttreten der neuen Notdienstregelung ab 1. Februar nur noch eine Rettungsambulanz vorgehalten.Archivfotos (2): Pröpper

Rahden - STEMWEDE/RAHDEN (ges) · Der Unmut der Menschen im Nordteil des Mühlenkreises hat nichts genützt: Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe zieht sich mit ihrem ärztlichen Notdienst aus der Fläche zurück. Im Altkreis Lübbecke wird es künftig nur noch am Krankenhaus Lübbecke eine Notfall-Ambulanz geben. Die neue Notdienstregelung tritt am 1. Februar in Kraft.

         „Damit gehört der gewohnte Notfalldienst der Hausärzte in deren Praxen der Vergangenheit an“, teilte Werner Bahnemann gestern seitens der Gemeinde Stemwede mit. Wer nach Praxisschluss oder am Wochenende Behandlungsbedarf habe, müsse sich ab Februar an die zentrale Notfallpraxis am Krankenhaus Lübbecke wenden.

Die Kassenärztliche Vereinigung, so Bahnemann weiter, begründe die Neuregelung des ärztlichen Notfalldienstes mit einer dringend notwendigen Entlastung der Hausärzte, dem Vorteil der Zentrierung des Notfalldienstes und dem damit einher gehenden Wegfall der Suche nach dem jeweils diensttuenden Arzt. Gleichzeitig verweise die KV Westfalen-Lippe auf die damit verbundenen Nutzungsmöglichkeit weiterer diagnostischer Untersuchungen am Krankenhaus.

Die Notfallpraxis wird nach Angaben Bahnemanns am Krankenhaus separiert eingerichtet, dem jeweils den Notdienst wahrnehmenden Arzt stehe eine Sprechstundenhilfe zur Seite. Die Kernöffnungszeiten seien montags, dienstags und donnerstags von 18 bis 22 Uhr, mittwochs und freitags von 13 bis 22 Uhr sowie sonnabends und sonntags und an Feiertagen von 8 bis 22 Uhr. Telefonisch sei die Notfallpraxis über die einheitliche Rufnummer 0180/5044100 erreichbar. Medizinisch geschulte Mitarbeiter würden die Gespräche annehmen und Termine vermitteln. „Wenn nötig, können unter der einheitlichen Nummer auch Hausbesuche angefor-dert werden“, informiert Bahnemann. Darüber hinaus könne hier zudem der diensthabende Augen-, Hals-, Nasen-, Ohren- oder Kinderarzt erfragt werden.

Sollte ein Hausbesuch notwendig sein, werde der Arzt durch die Johanniter-Unfallhilfe gefahren, die hierfür landesweit Fahrzeuge und Fahrer stelle. Bei jeder ersten Inanspruchnahme des Notfalldienstes werde natürlich die Praxisgebühr in Höhe von 10 Euro fällig.

Abschließend verwies Bahnemann darauf, dass das Krankenhaus Rahden weiterhin die Rettungsambulanz vorhalte, die durchgehend von Ärzten des Krankenhauses betreut werde. Natürlich sei es jedem Patienten freigestellt, welche der Notfalldienstpraxen in seiner Nähe er nutzen wolle. Neben der am Lübbecker Krankenhaus gebe es beispielsweise auch eine an den Krankenhäusern in Diepholz und Damme.

Bekanntlich hatte sich die Gemeinde Stemwede, ebenso wie die Nachbarstadt Rahden, gegen die Planungen der Kassenärztlichen Vereinigung gewehrt. Entsprechende Stellungnahmen waren aber abgeschmettert worden. Die Gemeinde Stemwede hatte mit einer Beibehaltung der bisherigen Notdienstregelung von Stemweder und Lemförder Ärzten geliebäugelt. Rahden wollte die Notfallambulanz am Krankenhaus in der Auestadt behalten.

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