Lehrerzimmer des Rahdener Gymnasiums wird für 320 000 Euro erweitert / Ingrid von Mitzlaff: „Entscheidung ist ein wichtiges Signal“

Bald viel mehr Platz dank Anbau in Hauptschul-Optik

So könnte es gehen: Bauamtsmitarbeiter Manfred Cording stellte im Jugend- und Schulausschuss vor, wie er sich eine Erweiterung des Lehrerzimmers vorstellen könnte. ·
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So könnte es gehen: Bauamtsmitarbeiter Manfred Cording stellte im Jugend- und Schulausschuss vor, wie er sich eine Erweiterung des Lehrerzimmers vorstellen könnte. ·

Rahden - Das Thema ist nicht neu. Das Lehrerzimmer am Gymnasium Rahden ist zu klein. Gebaut wurde es in den 1990er Jahren für eine dreizügige Schule. Mittlerweile ist das Gymnasium durchgängig fünfzügig mit derzeit 102 Lehrern einschließlich der Referendare und Praktikanten. Einen Entwurf, wie der Platzmangel durch einen Erweiterungsbau behoben werden könnte, stellte Manfred Cording vom Bauamt jetzt im Jugend- und Schulausschuss vor.

Seine Pläne sehen vor, das Lehrerzimmer im Obergeschoss der Schule nach außen zum gemeinsamen Schulhof um etwa 70 Quadratmeter zu erweitern. Dabei soll die Optik der gegenüberliegenden Hauptschule aufgegriffen und der Erweiterungsbau auf Stützen gestellt werden. Nach ersten Berechnungen geht Cording von Baukosten in Höhe von 232 000 Euro aus. Einschließlich der Nebenkosten und Kosten für die Außenanlagen sowie für die Einrichtung rechnet er mit einem Gesamtvolumen von rund 320 000 Euro. Überlegungen, das Lehrerzimmer ins Gebäude auszudehnen, wurden schon Anfang des Jahres aus Platzmangel verworfen.

„Der Verwaltungsbereich ist mehr als beengt“, erklärt Schulleiterin Ingrid von Mitzlaff. „Ich teile mir einen Raum mit meinem Konrektor. Das gibt es sonst nirgendwo.“ Ein dreizügiges Gymnasium umfasse etwa 800 bis 900 Schüler und ein Kollegium von vielleicht 60 Lehrern. Tatsächlich habe die Schule aktuell rund 1 300 Schüler und 102 Lehrer. Mit einem Zurückfallen auf 900 Schüler sei auch in der Zukunft nicht zu rechnen. Die Prognosen gehen bis 2021 immer noch von mehr als 1100 Schülern aus. Auch sieht die Schulleiterin keine deutliche Reduzierung der Lehrerstellen. „Der Ganztag hat Auswirkungen auf die Zahl der Lehrerstellen ebenso wie die Inklusion.“ Ferner seien durch die geänderte Lehrerausbildung Langzeitpraktikanten zu berücksichtigen.

„Wir haben Interesse, gute Lehrer zu gewinnen, da spielt auch die Qualität des Arbeitsplatzes eine Rolle“, erklärt Friedrich Schepsmeier (SPD). Die Lehrkräfte würden durch Nachmittagsunterricht länger in der Schule verweilen und hätten dazwischen Freistunden. „Da reicht nicht der Stehtisch“, so Schepsmeier. Er ist dafür, die Maßnahme jetzt einzustielen und die Feinplanung in den kommenden Monaten voranzutreiben.

„Die Notwenigkeit stellt keiner in Frage“, erklärt Wilhelm Kopmann (CDU). Ulrike Kokemor (FWG) bekräftigt: „Wir haben uns vor Ort überzeugt. Die Zustände sind nicht tragbar.“ Einstimmig fiel dann auch die Entscheidung aus, das Lehrerzimmer zu erweitern und die Summe von 320 000 Euro in den Haushaltsplan 2012 einzustellen. Finanziert werden soll die Maßnahme aus der Schulpauschale. „Die Entscheidung ist ein wichtiges Signal“, freut sich Ingrid von Mitzlaff. · SoR

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