Vereine hoffen auf Erhalt des Lehrschwimmbeckens / Ortsteile planen Dorfabend

„Aufgabe wäre nicht nachvollziehbar“

+
Alfred Kulinna, Klaus Hüsemann und Lars Mentrup (v.l.) informierten über die Pläne zum Dorfabend. ·

Oppenwehe - Er ist seit Jahren ein Highlight des Bünselmarktes – und stand zuletzt doch auf der Kippe. Zumindest für 2013 ist der Dorfabend gerettet. Anders als bisher werden in diesem Jahr allerdings alle bis auf einen Ortsteil gemeinsam das Programm am Freitagabend gestalten.

Nach einem etwas zähen Beginn nehmen die Planungen langsam konkrete Form an. Am Montagabend besprachen die Ortsteilfürsten im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins „WIR in Oppenwehe“ erste Details.

Was genau aufgeführt wird, bleibt wie immer ein Geheimnis. Die Planungen seien aber gut vorangegangen, bestätigte der WIR-Vorsitzende Lars Mentrup gestern. In der Vergangenheit hatte in jedem Jahr ein Ortsteil den gesamten Dorfabend gestaltet. Weil der Aufwand recht groß ist, einigten sich die Ortsteile jetzt, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Jede Gruppe wird in diesem Jahr ein bis zwei Acts zum Programm beisteuern.

Auch für die Moderation hat sich schon ein Duo gefunden, dessen Identität ebenfalls ein Geheimnis bleibt. Für die Arbeit hinter der Bühne werden allerdings noch Helfer gesucht, die die Auftritte koordinieren und für Ordnung sorgen. Wer sich beteiligen möchte, kann sich bei Lars Mentrup melden.

Während der Dorfabend vorerst gerettet ist, ist die Zukunft des Lehrschwimmbeckens weiter ungewiss. Auch darüber wurde während der Jahreshauptversammlung ausführlich diskutiert. Wie berichtet ist das Becken seit geraumer Zeit wegen technischer Mängel außer Betrieb. Eine grundlegende Sanierung würde laut einem von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Gutachten kurzfristig bis zu 340 000 Euro kosten, mittelfristig kämen weitere gut 100 000 Euro hinzu.

Während die Gemeinde angesichts der enormen Kosten eine Schließung des Lehrschwimmbeckens in Betracht zieht, wäre eine Aufgabe des Bades für Wolfgang Hillemeyer, Bäderrefent des Schwimmverbandes NRW, nicht nachvollziehbar. Er hatte das Becken am 23. Januar auf Initiative des FC Oppenwehe besichtigt. Die Gemeinde sei darüber informiert worden, erklärte Mentrup.

Hillemeyer geht von ähnlich hohen Sanierungskosten aus wie die Gemeinde. Dennoch spricht er sich uneingeschränkt für einen Erhalt aus. Die Schwimmhalle sei in einem weiten Umkreis die einzige Einrichtung, um Kindern das Schwimmen beizubringen, so der Architekt. Die Wassertiefe von null bis 1,30 Metern sei für den Schulschwimmunterricht optimal, hob Hillemeyer bei seiner Besichtigung die Vorteile hervor.

Er empfahl der Verwaltung zu erkunden, ob Fördermittel für die Sanierung in Anspruch genommen werden können. Entsprechende Förderprogramme gebe es. Diesen Wunsch äußerten auch die Mitglieder von WIR in Oppenwehe. „Das Geld, dass die Gemeinde derzeit durch den Nichtbetrieb einspart, sollte sie einsetzen, um zu prüfen, ob Zuschüsse zur Verfügung stehen“, erklärte Lars Mentrup, der aber grundsätzlich mit der Arbeit der Verwaltung zufrieden ist. „Die Gemeinde setzt sich vorbildlich dafür ein, dass Stemweder Kinder schwimmen lernen können.“ Sie kümmere sich um Nutzungszeiten in auswärtigen Schwimmbädern und bezuschusse die Fahrten dorthin. Dennoch hofft Mentrup, dass die Gemeinde letztendlich am Lehrschwimmbecken in Oppenwehe festhalten wird. In dem Fall sei die Dorfgemeinschaft bereit, sich einzubringen – sei es in Form von Eigenleistungen oder Sponsoringveranstaltungen.

Auf politischer Ebene wird das Lehrschwimmbecken am 13. März im Schulausschuss erneut Thema sein. Dann geht es allerdings um die Frage, wie es um die Schwimmsituation die Kindergarten- und Grundschulkinder steht. Die Gemeinde habe inzwischen für alle Kinder Ausweichmöglichkeiten gefunden, teilte Jörg Bartel, Leiter des Fachbereichs Schule, Sport und Kultur gestern mit. Die Entscheidung, ob das Becken geschlossen wird, obliegt dem Betriebsausschuss. · mer

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Bayern-Start mit Pflichtsieg - Chancenwucher gegen Belgrad

Bayern-Start mit Pflichtsieg - Chancenwucher gegen Belgrad

Leverkusen mit peinlichem Auftakt-Patzer gegen Lok Moskau

Leverkusen mit peinlichem Auftakt-Patzer gegen Lok Moskau

Trump greift zu noch härteren Sanktionen gegen den Iran

Trump greift zu noch härteren Sanktionen gegen den Iran

Innenminister wollen gegen Rechtsrock vorgehen

Innenminister wollen gegen Rechtsrock vorgehen

Kommentare