In Pr. Ströhen wird erster Abschnitt des Radweges realisiert

Arbeiten beginnen noch in diesem Jahr

Ortstermin mit „Probefahrt“: Rico Asche (10) und seine (fast) siebenjährige Schwester Ronja mit (stehend von links) Wolfgang Henke, Martina Berner, Torsten Kuhlmann, Christian Asche, Bianca Winkelmann und Ortsvorsteher Hermann Seeker.

Pr. Ströhen - (ges) · Mehr als 15 Jahre wird über den dringend notwendigen Fahrradweg entlang der K 67 durch die Pr. Ströher Ortslage vom „Speukenkieker“ bis zur Bäckerei Kölling diskutiert. Jetzt kommt er endlich – allerdings nur in einem Teilbereich. Noch in diesem Jahr soll der Ortskern vom „Speukenkieker“ bis zur Einmündung der Straße „Am Speukebusch“ sicherer werden. Für Kinder insbesondere, aber auch für Senioren und alle anderen Altersgruppen.

        Dass sich in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit dem Radwegebau in Pr. Ströhen die Ereignisse überschlugen, hat auch damit zu tun, dass bereits seit Mai dieses Jahres der Grunderwerb für den genannten Ausbaubereich abgeschlossen ist. „Für das zweite Teilstück bis zur Bäckerei Kölling sind die Grundstücksverhandlungen allerdings ins Stocken geraten“, teilte Ortsvorsteher Hermann Seeker gestern Mittag bei einem Ortstermin mit. „Wir bleiben in der Angelegenheit am Ball, ganz einfach wird die Sache aber nicht.“

Der Kreisbauausschuss hat in seiner Sitzung am vergangenen Mittwoch einstimmig „grünes Licht“ für die Maßnahme in Pr. Ströhen gegeben. „Die Stadt Porta, die ebenfalls ein Vorhaben angemeldet hat und in der Rangfolge vor uns steht, ist nicht zum Zuge gekommen, weil dort der Grunderwerb noch nicht gesichert ist“, sagte Seeker weiter. „Voraussetzung war aber auch, dass die Gesamtmaßnahme im Ortskern geteilt werden konnte, so dass der zweite Bauabschnitt unabhängig vom ersten zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden kann“, ergänzte der Ortsvorsteher.

Die Vorbereitungen für die Maßnahme in Pr. Ströhen seien bereits angelaufen, sagte Seeker, „um schnellstmöglich die zur Verfügung gestellten Gelder abrufen zu können“. Die Ausschreibungsarbeiten würden bereits laufen. „Vermutlich laufen die Arbeiten noch vor Weihnachten an. Schon in Kürze könnten Bäume gefällt werden, die im Wege stehen.“

Der erste Bauabschnitt der Maßnahme hat eine Länge von 1 750 Metern. Die Kosten belaufen sich auf etwa 430 000 Euro. 70 Prozent der Ausbaukosten übernimmt das Land, die restlichen 30 Prozent entfallen auf den Kreis Minden-Lübbecke. „Die Radwegebaumaßnahme hier in Pr. Ströhen ist vorläufig landesweit die letzte, da das Landesprogramm eingestellt wird“, teilte Seeker weiter mit und erinnerte daran, dass die jetzige Realisierung nur möglich sei, weil der Regionalrat Restmittel abgefragt habe und das noch zur Verfügung stehende Geld in einem baureifen Projekt untergebracht werden konnte.

Die Ausführung ist innerorts in Pflasterbauweise vorgesehen, außerhalb der geschlossenen Ortschaft erhält der Radweg eine Schwarzdecke. Durch den östlich der Pr. Ströher Allee (K 67) verlaufenden Radweg wird die Fahrbahn der Straße um einen halben Meter schmaler, verengt sich von bisher 6,50 auf 6 Meter. „Damit wird der Verkehr vermutlich ruhiger nach Pr. Ströhen reinrollen“, wünscht sich Seeker. In Höhe des Aue-Marktes ist ein Fußgängerüberweg geplant, eine so genannte Querungshilfe.

An der gestrigen Ortsbesichtigung nahmen neben den weiteren Pr. Ströher Mandatsträgern Bianca Winkelmann (CDU), Torsten Kuhlmann (SPD) und Wolfgang Henke (Bündnis 90/Die Grünen) auch die Vorsitzende des Fördervereins für den Kindergarten und die Grundschule, Martina Berner, sowie Christian Asche von der Bürgerinitiative pro Radweg in Pr. Ströhen teil.

Der Sprecher der Initiative erinnerte an die Unterschriftenaktion, bei der sich im Sommer mehr als 1 600 Menschen für einen schnellen Bau des Radweges ausgesprochen hätten. Er bedankte sich bei allen, die zur Realisierung des Radweges beigetragen haben. „Gut, dass etwas passiert“, betonte er. Einen Wermutstropfen gebe es aber auch: „Schade, dass der Ausbau nicht in voller Länge erfolgt.“ Asche führte das auf „Versäumnisse beim Grunderwerb“ zurück.

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