Staatssekretär Fuchtel gestern in Haldem

Anregungen für Arbeit in Berlin geholt

Hoher politischer Besuch bei der Servicehaus Stemwede gGmbH: MdB Hans-Joachim Fuchtel (rechts), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, mit (von links): Raimund Mecke, Geschäftsführer der Markant Nordwest, Michael Jürgens (CDU Stemwede), Bürgermeister Gerd Rybak, Marco Cloppenburg (kaufmännischer Geschäftsführer), MdL Friedhelm Ortgies und Lothar Pannen (pädagogisch-therapeutischer Geschäftsführer).

Haldem - (ges) · „Man muss nur die richtigen Leute an der richtigen Stelle haben“, zeigte sich MdB Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, bei seinem gestrigen Besuch in Haldem stark beeindruckt. „Es läuft hier sehr ordentlich“, wünschte er der Servicehaus Stemwede gGmbH und der Stiftung Heilpädagogisches Kinderhaus gGmbH weiterhin viel Erfolg mit ihren Projekten.

        Bei seinem gestrigen Besuch interessierte sich der ranghohe CDU-Politiker insbesondere für die Integration behinderter Menschen ins Arbeitsleben, für die gemeinnützige Servicehaus Stemwede also. „Wenn sich Menschen engagieren, ist viel mehr Potenzial da als man glaubt“, bescheinigte er dem pädagogisch-therapeutischen Geschäftsführer Lothar Pannen. „Sie sind der Politik hier in Haldem ein Stück voraus. Ich fahre mit der Erkenntnis nach Berlin zurück, dass im ländlichen Raum trotz struktureller Nachteile ein guter Weg für die Integration von behinderten Menschen gefunden wurde.“

Ursprünglich hatte sich auch Steffen Kampeter, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, für den Besuch angesagt. „Der muss aber Griechenland retten“, entschuldigte Fuchtel seinen Parteikollegen. Begleitet wurde er bei der Vorstellung eines Kinderhauses und des Hahme Frische-Marktes mit Tankstellenbetrieb und Autowaschanlage u.a. von Bürgermeister Gerd Rybak, dem CDU-Landtagsabgeordneten (und -kandidaten) Friedhelm Ortgies und dem Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Stemwede, Michael Jürgens.

Im Hahme-Frischemarkt, in dem Menschen mit und ohne Handicap zusammenarbeiten, erläuterte Raimund Mecke, Geschäftsführer der Markant Nordwest, die Kooperation seines Unternehmens mit der Servicehaus gGmbH. „Im Mai vergangenen Jahres wurde mit der Eröffnung des Nahversorgungsmarktes ein zukunftsweisendes Integrationsprojekt realisiert. Um die Shopanlage zu betreiben, wurden sieben unbefristete Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit Handicap sowie sechs weitere Arbeitsplätze geschaffen“, betonte Mecke. „Dieses Projekt ist aber nicht nur zukunftsweisend, sondern auch erfolgreich“, ergänzte er. Der Hahme-Frischemarkt hätte sich gleich im ersten Jahr wirtschaftlich bewiesen. „Die Umsatzzahlen liegen mehr als 50 Prozent über den Erwartungen.“

Wohl auch deswegen, weil das Angebot dem eines Vollsortimenters entspricht. „Annähernd 4 000 Artikel in den Sortimenten Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst, Molkereiprodukte und Mehrweggetränke stehen den Kunden zur Verfügung, sieben Tage in der Woche, immer von 6 bis 22 Uhr.“

Bevor Fuchtel auf seiner Informationsreise durch den Mühlenkreis anschließend Bad Oeynhausen ansteuerte, freute sich Friedhelm Ortgies, „dass es hier gelungen ist, das Leben für behinderte Menschen lebenswerter zu machen“.

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