Aktionstag im Museumshof Rahden: Von alter Handwerkskunst in die weite Welt des Kunstgewerbes

Auf dem Amboss Brecheisen geformt

Besuch des Kreismühlenvereins: Stellvertretender Vorsitzender Paul Demel (rechts) überreichte im Beisein von Bürgermeister Hachmann und Ortsvorsteherin Ulla Thielemann an Jacqueline Pendzialek ein „prickelndes Präsent“.

Rahden - (ges) · Da passte alles: 1 127 Besucher passierten am Sonntag bei optimalen äußeren Bedingungen mit erträglichen Temperaturen den Eingang des Rahdener Museumshofes und erlebten dort ein gleichermaßen vielfältiges und informatives Programm. Eine wohldosierte Mischung aus altem Handwerk und facettenreichem Kunstgewerbe.

        Zu den weit mehr als 1 000 Besuchern der unterschiedlichsten Altersgruppen zählten auch ein paar Ehrengäste: Mit Paul Demel, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Kreismühlenvereins, waren auch der Rahdener Bürgermeister und die Kleinendorfer Ortsvorsteherin Ulla Thielemann da, die morgens mit Unterstützung weiterer Heimatfreunde im alten Backhaus schon den Kuchen für die Veranstaltung gebacken hatte.

Paul Demel war in offizieller Mission unterwegs. Er hatte für die mehr als 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Museumshof-Teams als äußeres Zeichen des Dankes für deren Engagement einen Korb voller prickelnder Köstlichkeiten in Form von „Piccolos“ mitgebracht. Im Beisein von Bernd Hachmann und Ulla Thielemann überreichte Demel den „Überlebenskorb“ stellvertretend für alle Ehrenamtlichen an Museumshof-Leiterin Jacqueline Pendzialek.

Der stellvertretende Vorsitzende übermittelte Grüße von Wilhelm Krömer, dem Geschäftsführer des Kreismühlenvereins, Hartmut Heinen, sowie dessen Stellvertreter und Bauhofleiter Friedrich Rohlfing. Ihn bezeichnete Demel als echte Bereicherung für den Kreismühlenverein. „Er ist nicht nur ein Holzwurm, sondern auch Metaller. Deswegen können wir heute in Frille selbst neue Windmühlenflügel herstellen, die wir früher teuer bezahlen mussten.“

Demel betrieb auch Werbung in eigener Sache: „Eine der vielen Sehenswürdigkeiten im Kreis Minden-Lübbecke ist die 350 Kilometer lange Mühlenstraße mit ihren insgesamt 43 historischen Mühlen. Wer sie alle besichtigen will, braucht dazu nicht einen Tag, sondern eine ganze Woche.“

Mit Blick auf Jacqueline Penzialek und Museumshofwärter Dieter Brockschmidt stellte Demel heraus, dass ohne viele fleißige freiwillige Helfer der Betrieb an der Mühlenstraße nicht funktionieren könne. „Der Museumshof in Rahden ist ein gutes Beispiel dafür.“

Bürgermeister Hachmann bescheinigte Jacqueline Penzialek, dass sie seit ihrem Amtsantritt vor anderthalb Jahren frischen Wind in den Betrieb des Museumshofes gebracht habe, und Ulla Thielemann sah den von Paul Demel mitgebrachten Getränkekorb „als Stück Anerkennung des Ehrenamtes im Museumshof“.

Inzwischen hatte sich das Gelände noch weiter gefüllt. Die Besucher verharrten an fast allen Ständen und stellten den Akteuren des Tages viele Fragen. Sie schauten einem Holzschuhmacher, Mollenhauer und Korbflechter über die Schultern, sahen Schmieden und Sattlern bei der Arbeit zu, ließen sich vom Hobbyimker Herbert Kummer in die Geheimnisse der Imkerei einweisen und verfolgten fasziniert die historische Handarbeit der „Lütgendörper Strickeschläger“ und des Web- und Spinntrios vom Heimatverein Kleinendorf. Zwischendurch schauten sie im Haupthaus vorbei, wo mehr als zehn Darsteller des Seniorentheatervereins „Die Unverwüstlichen“ aus Stuhr unter dem Motto „Locker vom Hocker“ eine Comedy-Sketschparade präsentierten, warfen auch einen Blick ins „Lütke Hus“, wo Karin Kelting mit ihrer „Papierwerkstatt“ und die Malerin Gudrun Kahmeyer mit einer Auswahl ihrer Bilder zu finden waren, oder bummelten durch die kleine Zeltstadt mit Kunstgewerbeständen: Schmuck, Quilts, Münzen, Puppen, und, und, und…

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