Stadtrat will Programm weiterführen

Alte Häuser suchen neue Eigentümer

Rahden - (kap) · Das Rahdener Programm „Jung kauft Alt“, in dem in die Jahre gekommene, leer stehende Gebäude an neue Eigentümer vermittelt werden, stieß 2010 auf große Resonanz. Geht es nach dem Rat der Stadt Rahden, soll es deshalb zunächst bis zum 31. Dezember 2011 verlängert werden.

Für die Fortsetzung sind 30 000 Euro in den Haushaltsplan 2011 einzustellen. Der Bauausschuss wird sich demnächst mit dem Thema „Jung kauft Alt“ befassen.

Mit zehn bearbeiteten Anträgen habe man das gewünschte Kontingent der Vermittlungen erfüllt, erklärte Bauamtsleiter Dieter Drunagel. „Wir hatten Feedback von Rahdenern und Auswärtigen. Einige Leute haben gesagt, dass sie erst durch das Programm auf die Häuser gestoßen sind.“ Manchmal sei die Renovierung eines Altbaus interessanter, als die Errichtung eines Neubaus.

Wenn alte Gebäude wieder nutzbar seien, dann könne man auch Strukturen in Rahden erhalten, so Dieter Drunagel. Als Alternative zur Ausweisung von Neubaugebieten bezeichnete Carsten Zimmermann (FWG) das Programm. Hermann Kröger (FWG) fand, es sei eine „hochinteressante Sache“.

Ob es ein Kataster zu den alten und freien Häusern im Rahdener Gebiet gebe, wollte Hans-Eckhard Meyer (FDP) wissen. Vor dem Projektstart habe es eine Grundlagenanalyse gegeben, um zu untersuchen, wie viele Gebäude leer stünden, erklärte Drunagel. Zudem habe man berücksichtigt, wo Personen wohnen, die älter sind als 80 Jahre, und wo es keine direkte Nachfolgegeneration gebe. Das größte Potenzial sehe er in Siedlungshäusern aus den 50er Jahren.

Im Stadtgebiet gibt es insgesamt 4 233 Wohnhäuser. Das durchschnittliche Baujahr eines Rahdener Wohnhauses ist nach Erhebungen von Dieter Drunagel 1939. Insgesamt gibt es im gesamten Stadtgebiet 52 Leerstände – macht eine Quote von 1,23 Prozent. In den Ortschaften gibt es unterschiedliche Werte. In Kleinendorf stehen im vergleich die jüngsten Häuser (Durchschnittsbaujahr 1986). Die ältesten Bauten stehen – statistisch gesehen – in Sielhorst. Sie wurden im Schnitt 1918 erbaut. Das durchschnittliche Rahdener Haus wurde 1942 errichtet, das in Varl 1930, in Pr. Ströhen 1937, in Wehe 1926 und in Tonnenheide 1955.

Bei insgesamt 1 159 Wohnhäusern sind in Rahden in 17 Gebäuden keine Personen mehr gemeldet – eine Quote von 1,47 Prozent. Mit drei von 1 051 Häusern ist der Leerstand in Kleinendorf gering (0,29 Prozent), ebenso in Wehe, wo nur vier von 446 Wohnstätten leer stehen (0,86 Prozent). In Tonnenheide liegt die Quote bei 0,94 Prozent – vier von 424 Häusern stehen leer –, und in Pr. Ströhen sind neun von 525 Häusern unbewohnt (1,71 Prozent). In Sielhorst stehen vier von 201 Wohnhäusern leer (1,99 Prozent). Dem meisten Leerstand gibt es – statistisch gesehen – in Varl. Von 407 Wohnhäusern stehen elf leer.

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