Goldener Meisterbrief für Werner Stockmann aus Dielingen

1959 die schwere Variante gewählt

Dem 75-jährigen Werner Stockmann aus Dielingen wurde im Rahmen einer Festveranstaltung in Bramsche der goldene Meisterbrief im Kfz-Handwerk der Handwerkskammer Osnabrück/Emsland verliehen.

Dielingen - (ges) · Fast wäre für Werner Stockmann aus Dielingen, Stiller Winkel 9, beruflich alles ganz anders gekommen. Er hatte eigentlich schon einen Ausbildungsplatz als Elektriker sicher, doch die Lehrstelle wurde ihm im letzten Moment weggeschnappt. Auf der Suche nach einer Alternative wurde er im niedersächsischen Hunteburg fündig: Bei der Firma Leberecht & Co. konnte er den Beruf des Kfz-Mechnikers erlernen.

         Heute ist Werner Stockmann „ein Rentner mit wenig Zeit“. Er steht kurz vor der Vollendung seines 76. Lebensjahres. Hinter ihm liegt ein erfülltes Berufsleben, an das er jüngst noch einmal sehr angenehm erinnert wurde: Präsident Voss und Hauptgeschäftsführer Dr. Schlenkermann zeichneten den vitalen Senior im Rahmen einer würdigen Feier in Bramsche mit dem goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland aus.

Fünf Jahre nach dem erfolgreichen Abschluss der dreieinhalbjährigen Lehrzeit hatte Werner Stockmann am 2. Juli 1959 mit der Gesamtnote „Gut“ („das Ergebnis war besser als das Gesellenprüfung im Jahre 1954“) vor dem Prüfungausschuss der Handwerkskammer Osnabrück/Emsland seine Meisterprüfung im Kraftfahrzeug-Handwerk abgelegt. „Ich musste damals die schwerere Variante wählen und bin ein halbes Jahr lang jeden Mittwochabend und Sonnabendnachmittag nach Osnabrück gedüst, um mich auf den Abschluss vorzubereiten“, erinnert sich Stockmann bis heute. „Ich habe die Prüfung ein paar Tage vor meinem damaligen Chef abgelegt“, schmunzelt er. Anderthalb Jahre blieb der damals junge Meister noch bei der Firma Heinz Willmann in Dielingen, bevor er am 1. April 1961 die Gunst der Stunde nutzte, und eine Stelle als Werkstattleiter beim Diepholzer Opelhaus Gratz antrat. 36 Jahre blieb er in dem Fachbetrieb in der niedersächsischen Kreisstadt und war dort für alle technischen und organisatorischen Abläufe sowie für die Lehrlings-Ausbildung verantwortlich. Am 31. Januar 1997 trat mit 63 Jahren in den Ruhestand.

Die Wiege des gebürtigen Schlesiers Werner Stockmann stand in der Nähe von Breslau. Bis zu seinem zwölften Lebensjahr besucht er dort die Schule. Während der Wirren des Zweiten Weltkrieges wurden er, seine Schwester und die Eltern aus der Heimat vertrieben. Nach einer Zwischenstation im Siegerland kam die Familie Stockmann ins ostwestfälische Drohne. Dort beendete er seine Schulzeit und dort wollte er ursprünglich auch seine Elektriker-Lehre beginnen.

Mitte der 60er Jahre siedelten Werner Stockmann und Ehefrau Edith sofort nach der Hochzeit nach Dielingen über. „Unser Haus war das erste, dass im Stillen Winkel fertig war“, erinnert sich der versierte Kfz-Experte und langjährige aktive Motorsportler. Werner Stockmann ist Vater eines Sohnes und „Doppel-Opa“ von zwei Enkelkindern.

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