„Schuhkartons“ im Hause von Elisabeth Stammeier in Westrup zwischengelagert / Vorjahresergebnis übertroffen

1942 Päckchen gehen auf die Reise

Umringt von bunt verpackten Päckchen: Elisabeth Stammeier (im Hintergrund, 2.v.l.) und ihr Mann Reinhard (rechts) mit Ulrike Renzelmann und Margitta Köster von der Kirchengemeinde Ströhen/Han. sowie ihren Helferinnen und Helfern Hannah Feder (vorn rechts), Arndt Pöttker (links daneben) und Lorena Steinkamp (im Hintergrund, 2.v.r.).

Westrup (ges) · Als die Delegation der Kirchengemeinde aus dem niedersächsischen Ströhen ihre Päckchen abgegeben hatte, gab es am frühen Mittwochabend auf dem Flur von Elisabeth Stammeier am Bokemühlenweg 7 in Westrup kaum noch ein Durchkommen: 1 942 bunt verpackte Kartons füllten den Raum, das Ergebnis der weltweit größten Geschenk-Aktion für Kinder in Not „Weihnachten im Schuhkarton“.

        „Damit haben wir nicht nur das Ergebnis des Vorjahres erreicht, sondern sogar noch um fast 200 Päckchen übertroffen“, freuten sich Elisabeth Stammeier und ihr Team von jungen Helferinnen und Helfern. Bereits im zwölften Jahr hatte die Westruperin in ihrem Hause eine Sammelstelle eingerichtet, bei dem die Päckchen für Kinder in Not seit beginn der Aktion Anfang Oktober bis Mittwoch abgegeben wurden. Die bunten Schuhkartons kamen nicht nur aus dem Bereich Stemwede, sondern weit darüber hinaus. Die Päckchen für Kinder in Not wurden aus dem gesamten Norden des Mühlenkreises, aus dem Osnabrücker Land und aus dem niedersächsischen Landkreis Diep-holz angeliefert. Grundschulen, Haupt- und Realschulen waren in den zurückliegenden sieben Wochen ebenso an der Geschenk-Aktion beteiligt wie Kindergärten, soziale Einrichtungen, kirchliche Gruppen wie Mutter- und Kind-Kreise oder Frauenhilfen, auch private Gruppen, Sozialverbände und zahlreiche spendewilligen Einzelpersonen. „Pakete kamen sogar von den Senioren des Franziskanerhospitals in Osnabrück. Es war rührend, was sich dort abgespielt hat“, nannte Elisabeth Stammeier nur ein Beispiel der Welle der Hilfsbereischaft für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Die Päckchen wurden nach einer vorgeschriebenen Überprüfung des Inhalts gleich in mehrere Kategorien eingeteilt – für jungen von zwei bis vier, von fünf bis neun und zehn bis 14 Jahren auf der einen Seite des Flurs, die Kartons für Mädchen der gleichen Altersgruppen auf der anderen Seite.

Heute werden die annähernd 2 000 Geschenk-Päckchen in größere Umzugskartons verpackt und auf Paletten gestellt, bevor sie in der nächsten Woche von einer Spedition zu einer der zentralen Sammelstellen gebracht werden, von denen es jeweils eine im Norden, Westen, Süden und Osten der Republik gibt. Dort kommen die Päckchen dann nach dem Bedarf der jeweiligen Länder auf Großlaster, die anschließend die weite Fahrt nach Osteuropa antreten. „Zielländer sind neben Rumänien, Armenien, Weirussland und Polen auch die westbank in Israel sowie arme Länder in Afrika“, weiß Elisabeth Stammeier und freut sich, dass ihre Helferin Astrid Hafer aus Wehdem in diesem Jahr an einer Jugendverteilerreise nach Slowenien teilnehmen darf.

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