Dorferneuerung in Bockhorn, Düshorn, Honerdingen, Krelingen und Westenholz

Ziel: zukunftsfähige Region

Walsrode - Die rot-grüne Landesregierung fördert in diesem Jahr 15 neue Dorferneuerungsprojekte in Niedersachsen. Darunter ist auch das geplante Projekt in Walsrode in den Orten Bockhorn, Düshorn, Honerdingen, Krelingen und Westenholz. Das erfuhr jetzt der hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil von seinem Landtagskollegen Maximilian Schmidt aus Hannover.

„Ich freue mich, dass der Antrag der Ortschaften so große Zustimmung erfahren hat und als eines der 15 neuen Dorferneuerungsprojekte ausgewählt worden ist, für das Landwirtschaftsminister Christian Meyer, Grüne, jetzt die Mittel freigegeben hat“, erklärten die Abgeordneten in einer Pressemitteilung.

Schmidt wies auf die veränderten Förderbedingungen hin. „Es werden Dorfregionen anstelle von Einzeldörfern gefördert. Das ist wichtig, um eine Region, und nicht nur einen einzelnen Ort zukunftsfähig zu machen.“

Klingbeil ergänzte: „Die neue europäische Förderstruktur ist eine große Herausforderung für den Heidekreis, da uns in den kommenden Jahren deutlich weniger Mittel als zuvor zur Verfügung stehen. Auch deshalb ist es ein gutes Signal, dass die Landesregierung mit dem Dorferneuerungsprogramm zusätzliche Mittel für die Entwicklung der Region bereitstellen wird.“ Vorbehaltlich der Genehmigung durch die EU-Kommission sei geplant, in der kommenden Förderperiode mehr als 115 Millionen Euro aus EU-Geldern, davon 45 Millionen Euro Umschichtungsmittel, für Dorferneuerungsmaßnahmen in Niedersachsen zu reservieren.

Zwei Jahre Zeit für das

Entwicklungsverfahren

Die für den Heidekreis zuständige grüne Landtagsabgeordnete Elke Twesten sprach von einer guten Nachricht und einem wichtigen Impuls für die Stadt Walsrode. Jetzt sei es möglich, etwa das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern, die Seen und Heidebäche zu entwickeln oder auch den orts prägenden Baubestand zu sanieren, erklärte Twesten.

„Nur wenn wir die Ortslagen nicht nur als Wohnort, sondern auch als Kultur- und Sozialraum erhalten, haben ländliche Räume eine Chance, den demografischen Wandel zu bewältigen“, sagte Twesten.

Wie hoch die Förderung für die einzelnen Ortschaften ausfällt, steht noch nicht fest. Zwei Jahre hat die Stadt Zeit, sich mit dem Entwicklungsverfahren zu beschäftigen. Jede Gemeinde erstellt eigenen Plan. Nach Prüfung und Anerkennung wird mit dem Amt für Regionalentwicklung in Verden ein zeitlicher Ablauf zur Umsetzung der Maßnahmen erarbeitet, auf dessen Basis konkrete Förderanträge gestellt werden können.

Die Höhe der Fördermittel ergibt sich aus dem jeweiligen Dorfentwicklungsprozess und der Förderfähigkeit der Einzelprojekte.

Geplante Handlungsansätze sind unter anderem die Begleitung des Wandels in den Betriebsstrukturen, die Einrichtung eines Musterhofes zur Erläuterung landwirtschaftlicher Produktionsabläufe, Vernetzung und Lückenschluss im bestehenden Radwegenetz, die Verbesserung des ÖPNV-Angebotes, die Gewässererhaltung und -gestaltung, der Erhalt der ortsbildprägenden Hofstrukturen, die landschaftsverträgliche Gestaltung der Versorgung mit regenerativen Energien, und die Etablierung von autofreien Tagen.

Im Bereich Soziales, Kultur und Ehrenamt wird die Aufrechterhaltung der Vereinsstrukturen und die Stärkung des Ehrenamtes ebenso verfolgt wie die Sicherung der Bildungseinrichtungen. Aufgeführt sind der Erhalt und die Erreichbarkeit von Nahversorgungsstrukturen, die ärztliche Versorgung, der Erhalt alter Bausubstanz sowie Konzepte für Mehrgenerationenwohnen.

Die Gegebenheiten mit der Bevölkerung anzupassen, ist ein erklärtes Ziel der Dorfentwicklungsstrategie. Es gilt demnach, die Lebensbedingungen attraktiv zu gestalten.

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