Wenzel hat keine "Geheimfotos"

Tote Wölfin bei Munster entdeckt

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Symbolbild

Munster - Eine tote Wölfin ist am Truppenübungsplatz Munster gefunden worden. Experten untersuchen das Tier. Berichte über angebliche Fotos von Wölfen, die von Soldaten gefüttert werden, wies Minister Wenzel zurück. Es gebe keine "Geheimfotos".

Eine tote Wölfin hat die Polizei in der Nähe des Truppenübungsplatzes Munster gefunden. Das Jungtier sei am Samstag an der Bundesstraße 71 entdeckt worden, sagte eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Montag. Es handele sich um einen Jährling. Für weitere Untersuchungen sei das Tier bereits ins Leibnitz-Institut für Zoo und Wildtierforschung nach Berlin gebracht worden. Über die Ergebnisse werde das Wolfsbüro des NLWKN berichten, kündigte sie an.

Ende April war ein auffällig gewordener Wolf aus dem Munsteraner Rudel im Auftrag des Umweltministeriums erschossen worden. Das von Experten MT6 oder in sozialen Netzwerken Kurti genannte Tier hatte sich immer wieder ohne Scheu Menschen bis auf wenige Meter genähert und soll zuletzt den angeleinten Hund einer Familie angegriffen haben. Eine ebenfalls mit einem Sendehalsband versehene Schwester von Kurti wurde im Mai bei Munster tot gefunden. Sie war an den Folgen einer Bissverletzung verendet, wie Untersuchungen ergaben. Immer wieder werden Wölfe in Niedersachsen Opfer von Verkehrsunfällen.

Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) wies unterdessen im Umweltausschuss des Landtags am Montag Berichte über "Geheimfotos" zurück, die zeigen oder gar beweisen, wie Wölfe aus dem Munsteraner Rudel an die Nähe zu Menschen gewöhnt wurden. Solche Fotos lägen dem Ministerium nicht vor. Förster, Feuerwehrleute und Soldaten hatten sich nach Berichten auf dem Truppenübungsplatz in Munster angeblich zusammen mit Wölfen ablichten lassen. Die Tiere seien demnach angelockt und gefüttert worden. Beides sei strengstens zu unterlassen, unterstrich der Minister.

Wölfe in Niedersachsen

In Sachsen-Anhalt war bereits am Freitag am östlichen Elbufer zwischen Klietz und Scharlibbe (Landkreis Stendal) ein toter Wolf entdeckt worden. Er wurde wahrscheinlich durch zwei Schüsse aus einer Jagdwaffe erschossen. Die Polizei ermittelt.

dpa

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