Fünf Angeklagte wegen Einbruch und Raub vor Verdener Landgericht

Zwei sind geständig

Symbolbild: der Hammer eines Richters.
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Symbolbild

Es kommt Bewegung in den Prozess um diverse Einbrüche und Raubstraftaten, unter anderem in Walsrode. Zwei der fünf Angeklagten zeigten sich am 21. Verhandlungstag vor dem Verdener Landgericht geständig und räumten einen Teil der ihnen vorgeworfenen Taten ein.

Walsrode/Verden – Zwei der fünf Angeklagten aus dem Heidekreis, die seit Dezember 2020 wegen diverser Einbruchs- und Raubstraftaten in Verden vor Gericht stehen, haben am Dienstag ihr Schweigen gebrochen. Außerdem beantragten an diesem 21. Verhandlungstag die Verteidiger dieser beiden und eines weiteren Angeklagten die Aufhebung der Haftbefehle. Darüber entschieden hat die 2. Große Strafkammer des Landgerichts Verden aber noch nicht.

Begründet wurden die Anträge mit der mittlerweile mehr als ein Jahr andauernden Untersuchungshaft. Die Festnahme der fünf Männer war im Februar 2020 erfolgt. Als einziger Haftgrund sei seinerzeit Wiederholungsgefahr festgestellt worden. „Der Haftbefehl darf somit nicht länger als ein Jahr aufrechterhalten werden“, begründete Verteidiger Jürgen Scholl für seinen 32 Jahre alten Mandanten aus Walsrode. Sein Mandant und ein gleichaltriger Angeklagter, ebenfalls aus Walsrode, räumten einen Teil der ihnen vorgeworfenen Taten ein.

Zur Last gelegt werden den Männern 19 Einbruchs- und Raubstraftraten, die sie zwischen Dezember 2019 und Februar 2020 in unterschiedlicher Beteiligung verübt haben sollen. Darunter überwiegend Einbrüche in Wohn- und Geschäftshäuser sowie ein paar Raubstraftaten. So sollen drei Angeklagte am 27. Dezember 2019 eine 80 Jahre alte Frau in ihrem Haus in Walsrode überwältigt haben. Die Beute laut Anklage: 50 Euro und eine Schatulle mit sechs versilberten Mokkalöffeln.

Ein 22-Jähriger aus Oerbke will ebenfalls wegen des Ablaufs der einjährigen Frist aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Er äußerte sich zumindest gestern noch nicht zu den Vorwürfen. Genauso wenig wie ein 28-Jähriger aus Bad Fallingbostel und ein 26-Jähriger aus Walsrode. Deren Verteidiger stellten nur deshalb keine Anträge auf Entlassung ihrer Mandanten aus der Untersuchungshaft, weil das Jahr noch nicht rum ist. Zwar waren auch diese Angeklagten, genauso wie die anderen drei Männer, im Februar 2020 auf fast frischer Tat festgenommen worden, haben aber während der Untersuchungshaft noch andere Strafen verbüßt.

Die Staatsanwaltschaft sieht, anders als die Verteidiger, die Voraussetzung nicht als erfüllt an. „Die Frist ruht durch die Hauptverhandlung“, so die Begründung. Die Beweisaufnahme wurde zunächst mit den geladenen Zeugen bis zum Nachmittag fortgesetzt. Der Prozess soll am 12. Mai fortgesetzt werden. Und egal wie, ob freiwillig oder vorgeführt aus dem Knast, die Angeklagten müssen dann erscheinen.

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