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Zinke und Bautsch Landtagskandidaten

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Von: Angela Kirchfeld

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Zwei Männer im Saal.
Thematisierten die Ukraine-Krise: Lars Klingbeil (l.) und Sebastian Zinke. © Kirchfeld

Die SPD im Heidekreis hat sich für die Landtagswahl in Niedersachsen entschieden: Ein Walsroder wurde mit klarem, eine Schneverdingerin mit knappem Vorsprung gewählt.

Walsrode – 118 Stimmenberechtigte Mitglieder, davon 70 aus dem Wahlkreis Soltau und 48 aus dem Wahlkreis Walsrode, entschieden am vergangen Sonnabend, in der Walsroder Stadthalle, wer am 9. Oktober als Direktkandidat/in für den 19. Niedersächsischen Landtag aufgestellt wird. Zur Wahl stellten sich Tatjana Bautsch aus Schneverdingen, die gegen ihre Mitstreiterin Christina Fleckenstein aus Munster mit 8 Stimmen (31 zu 39 Stimmen) Vorsprung die Wahl im Wahlkreis 43 für sich entschied. Für den Wahlkreis 42, Walsrode, geht erneut Sebastian Zinke ins Rennen, der 47 Stimmen, bei einer Enthaltung, erhielt.

Zinke ging in seiner Rede unter anderem auf den Krieg in der Ukraine ein, der viel Leid bringt und die Weltordnung angreift. „Das bedeutet auch für uns eine neue Aufgabenstellung, zu der mehr Polizeipräsenz gehört und die Aufgabe, die Bundeswehr besser auszustatten. Das ist unabdingbar, wenn wir auch in Zukunft sicher leben wollen.“ Zinke zeigte sich stolz auf die Gesellschaft, die ihr schönstes Gesicht zeigt und Teil einer humanitären Hilfsgemeinschaft ist. „Wir sind ein Einwanderungsland und weil das so ist, haben Querdenker, Radikale und Rassisten keinen Platz in unseren Reihen. Diese Leute müssen wir aus dem Landtag raushalten!“

Des Weiteren betonte Zinke, dass Aufstieg durch Bildung möglich sein muss. „Wir benötigen eine Bildungslandschaft, in der sich die Kinder entwickeln können“, so der Landtagskandidat. Ein weiteres Thema war unter anderem das Leuchtturm-Projekt Heidekreis-Klinikum. „Ich persönlich glaube daran, dass wir das hinkriegen und so die medizinische Versorgung der Menschen für Jahrzehnte hier sichern können!“

Ein Höhepunkt der Konferenz war der Gastredner, war Ministerpräsident Stephan Weil, der ein Referat zum Thema „Zukunft und Zusammenhalt – Niedersachsen vor der Landtagswahl“ hielt.

Ein Heimspiel hatte der SPD-Bundesvorsitzende Lars Klingbeil. Er betonte, dass die SPD bereits viel erreicht habe. Klingbeil dankte für die hervorragende geleistete Arbeit und lobte den Ministerpräsidenten, der immer Lösungen finde. „Es sind krasse Zeiten, die uns alle fordern. Doch mit Stephan Weil haben wir jemanden, der unser Land gut führt!“ Auch mit Olaf Scholz hat die SPD einen klaren Kompass, eine starke Führung in der schwierigen Zeit. „Der Krieg in der Ukraine ist nicht in zwei Wochen vorbei, sondern wird uns noch zehn bis 15 Jahre beschäftigen und unseren Alltag bestimmen.“

Klingbeil betonte, dass es ohne Zweifel bei dem Krieg nur eine Seite geben kann, auf der man steht! „Aber es ist kein Krieg der Russen!“ Bezüglich der Bundeswehr gebe es viel aufzuholen. Es hieße aber nicht nur Aufrüstung, sondern auch Entwicklungspolitik und es gehe darum, einen Krieg zu beenden. Jedoch: „Die Nato wird nicht Teil des Krieges, sonst überschreiten wir die Schwelle zum dritten Weltkrieg! Es ist leicht gesagt, kein Gas und Öl mehr aus Russland zu holen, doch das geht nun mal nicht von heute auf morgen. Egal welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden, es gilt nun zwei, drei Jahre durchzuhalten.“ Daher sei es wichtig, erneuerbare Energiequellen zu erschließen. Der Bundesvorsitzende hofft, dass Putin stark unter Druck gerät. Putin habe den Mut und Widerstand in der Ukraine unterschätzt, genauso den Zusammenhalt und die Einigkeit Europas und der westlichen Welt. aki

Zwei Frauen und ein Mann mit Blumensträußen auf der Bühne.
Blumen sowohl für Gewinner, als auch für die Unterlegenen (v.l.): Sebastian Zinke, Christina Fleckenstein und Tatjana Bautsch. © Kirchfeld

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