Podiumsdiskussion mit Reinhard Grindel und Martin Kind bei Germania Walsrode

„Wünschen Mut, für Sauberkeit im DFB zu sorgen“

Der Vorstand mit den Geehrten (v.l.): Gerd Meine, Birgit Söder, Bernd Hellmann, Marlen Hellberg, ehrenvorsitzender Willi Rübke und Bernd Hiller. - Foto: Röttjer

Walsrode - Ein Höhepunkt des Festkommers zum 100-jährigen Bestehen von Germania Walsrode war eine vom NDR-Moderator Andreas Kuhnt geleitete Podiumsdiskussion mit dem Präsidenten von Hannover 96, Martin Kind, sowie mit Reinhard Grindel, der voraussichtlich am Freitag zum Präsidenten des Deutschen Fußballbundes gewählt wird.

„Mich reizt es, als DFB-Präsident die Verantwortung in dem großen Verband zu übernehmen und finde es schon faszinierend, mit meinen eigenen Erfahrungen an der Basis die Arbeit zu gestalten“, erläuterte der derzeitige DFB-Schatzmeister Grindel. Den 21 Präsidenten der Landesverbände sei es wichtig gewesen, dass einer aus ihren Reihen die Chance habe, den Posten zu übernehmen, um für den Amateurfußball etwas zu bewegen, ohne die Profis der Liga zu vergessen, denn auch hier habe er Freunde, mit deren Unterstützung er rechnen könne.

Er habe mit den Vorgängen um die Vergabe der WM 2006 nichts zu tun und sei unbelastet, sah Grindel einen wichtigen Grund für den Vorschlag zu seiner Kandidatur. Zu den Umständen der Affäre befragt, sagte Grindel, dass er überzeugt sei, dass die Vergabe der WM 2006 für das beste Konzept und nach sachlichen Kriterien erfolgt sei. Seitens des DFB sei mit der Untersuchung der Vorgänge durch eine Anwaltskanzlei alles getan worden. Der im Raum stehende Betrag von 6,7 Millionen Euro habe nach seiner Überzeugung nichts mit der Vergabe zu tun.

„Wir würden uns freuen, wenn er gewählt werden würde“. Mit diesen Worten unterstützte der Präsident von Hannover 96, Martin Kind, die Kandidatur Grindels. Er übernehme einen schwierigen Job, habe aber die Chance, den Verband neu auszurichten. „Wir wünschen Dir den Mut und die Kraft, für Sauberkeit und Durchlässigkeit im Deutschen Fußballbund zu sorgen“, so Heinrich Eickhoff, Vorsitzender des NFV Heidekreis.

Kurz bezog der in Walsrode geborene Martin Kind Stellung zum drohenden Abstieg, der weh tue, „aber wir wollen gleich mit einer neu formierten Mannschaft wieder den Aufstieg schaffen“. Kind stellte wie Grindel das ehrenamtliche Engagement als wichtigstes Fundament der Vereinsarbeit heraus. Das betonten auch die Walsroder Bürgermeisterin Helma Spöring, Landrat Manfred Ostermann, Joachim Homann vom Sportbund Heidekreis, Heinrich Eickhoff vom NFV Heidekreis und Werner Grundmann, Vorsitzender Germania Gernrode (Harz).

Für ihr Engagement im Verein erhielten Marlen Hellberg, Bernd Hiller und Bernd Hellmann die goldene Verdienstnadel. Präsente gab es für den Vorsitzenden Günter Strube sowie seine Frau Renate. - rö

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