„Wir werden Corona überstehen“

Gartenteam um Herwig Gehrke darf trotz Lockdown weiter im Einsatz sein

Ob Gartenschuppen, Bachläufe, Deko oder Teehäuser: Das Team macht die vielfältige Arbeit Spaß.
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Ob Gartenschuppen, Bachläufe, Deko oder Teehäuser: Das Team macht die vielfältige Arbeit Spaß.

Walsrode – Sie sind so etwas wie Zauberer, wenn es darum geht, Gärten anzulegen. Wenn Herwig Gehrke und sein Team an ihrem kreativen Werk sind, bleiben Spaziergänger gerne mal am Zaun stehen und schauen den Fachleuten genau auf die Finger. Die Düshorner haben Spaß an ihrem Tun – auch an kalten Wintertagen, bei Hagel oder Regen. „Wir sind froh, dass wir trotz Corona arbeiten dürfen und uns die Menschen gerade in diesen schweren Zeiten willkommen heißen“, freut sich Unternehmer Herwig Gehrke, ehemaliger Musiker aus Buchholz.

Der gerade 60 Jahre gewordene Landschaftsgärtner Herwig Gehrke hat in Düshorn seine Heimat gefunden und aus einer Ich-AG heraus seit 2003 offensichtlich alles richtig gemacht. An seiner Seite hat er eine Gattin, die die Buchhaltung des kleinen, aber sehr aktiven Unternehmens in der Hand hat. Das Ehepaar hat drei Kinder, die alle bereits auf eigenen Beinen stehen. Der älteste Sohn hat eine Lehre als Landschaftsgärtner abgeschlossen und könnte somit in die Fußstapfen seines Vaters treten.

Herwig Gehrke wuchs zunächst als viertjüngstes von neun Kindern in eher „unruhigen“ und kargen Verhältnissen auf einen Bauernhof in Sieverdingen auf. „Die vier jüngsten Kinder meiner Eltern, unter anderem ich, mussten in ein Kinderheim. Dort wurde mein Leben langsam besser und ruhiger. Im Jugendalter, als ich nach Düshorn kam, habe ich eine Lehre zum Bäcker bei Kalle Bunke gemacht. Später habe ich dann mit meiner Frau einen anderen Weg eingeschlagen und als Landschaftsbauer bei der Gärtnerei Wehrs angefangen“, so der Unternehmer.

2003 ist Gehrke in die Selbstständigkeit gegangen und hat mittlerweile sechs motivierte Mitarbeiter, die auch unterwegs sind, wenn rund um Walsrode der Winterdienst ruft.

„Corona stellt uns immer wieder vor neue Aufgaben“, sagt Herwig Gehrke, der sich trotz der Pandemie auf sein Team verlassen kann. Auf Pascal und Sandra zum Beispiel, die sich zwar über die Mund-Nase-Masken im Dienst ärgern, aber trotzdem engagiert und zuverlässig bei der Sache sind.

Das Team um Gehrke entwickelt gemeinsam kreative Ideen.

Urgestein unter den Gehrke-Mitarbeitern ist Werner, seines Zeichens Meister im Zaunbau. „Ich habe durch Corona zwar weniger zu tun, aber das ist meinem Alter kein Problem. Dafür darf ich in dieser Zeit viel mehr Natur erleben“, sagt er.

Wenn in den Gärten kleine und große Kunstwerke aus Holz oder Findlingen entstehen, sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Feuereifer bei der Sache. Immer wieder entwickeln sie kreative Ideen. „Für mich ist es gerade jetzt wichtig, diese Menschen in die wunderbare Gartenwelt mitzunehmen“, sagt Gehrke.

So entstehen kleine Bachläufe, Gartendekorationen werden aus Weide, Hasel, Buche und vielem mehr geflochten. Im Frischholzverbau ist noch viel mehr möglich – es entstehen Teehäuser, Rankhilfen werden geflochten und verschiedene Dekoelemente aus Steinen gebaut. Es kommt auch vor, dass ein kunstvoll geflochtenes Spinnennetz einen Platz in einem Baum findet. Auch Wildkräuterwiesen im heimischen Garten macht das Düshorner Unternehmen möglich. „Wir werden auch Corona überstehen, wir schaffen das,“ so der 60-Jährige abschließend.  mf

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