Gymnasium Walsrode als 1000. Schule mit IServ ausgestattet

„Wir stehen am Anfang“

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IServ-Erfinder Jörg Ludwig (hinten links) aus Braunschweig und Schulleiter Johannes Klapper (hinten rechts) mit Schülern.

Walsrode - Ein „kleines Jubiläum“ wurde am Mittwoch im Walsroder Gymnasium gefeiert. So nannte Landrat Manfred Ostermann die Registrierung der Einrichtung als 1 000. Schule beim Braunschweiger Unternehmen IServ.

20 Schulen im Heidekreis arbeiten jetzt mit dem Portalserver „IServ“, der einen zentralen Zugriff auf personalisierte Inhalte ermöglicht sowie bedarfsgerechte Vorgänge zulässt, zu denen auch die virtuelle Zusammenarbeit verschiedener Gruppen zählt. Der Zugriff ist von überall möglich, innerhalb der Schule genauso wie von außen. Dem Lehrer ermöglicht das System, zeitgleich eine Information an alle Schüler zu verteilen.

Schulleiter Johannes Klapper erinnert sich an Zeiten, als er eine E-Mail-Gruppe für den Englischunterricht zusammengestellt hatte. „In die Mails hat nachher keiner mehr reingeguckt. Jetzt kann ich viel direkter Informationen weitergeben.“ Er selbst sei nicht auf Facebook, da er weder mit seinen Kindern noch mit Schülern auf dieser Ebene kommunizieren wolle. Klapper: „Wir Schulleiter haben gesagt, IServ ist sinnvoll und versucht, es den Lehrern zu vermitteln.“ Damals wie heute gebe es Skeptiker. „Ich bin aber optimistisch. Wir stehen erst am Anfang“, sagte Klapper.

Genutzt wird IServ am Gymnasium von der fünften bis elften Klasse. Die zwölfte Klasse ist aus dem Unterricht mit IServ heraus- gefallen, da sich die Einführung kurz vor dem Abitur nicht mehr gelohnt hat.

Die Intensität der Nutzung von IServ hänge auch vom Material ab, das für die Fächer zur Verfügung stehe. „Aber das ist im Kommen“, sagte Jens Hegerfeld, der mit Heiko Eggert am Gymnasium für die EDV zuständig ist. Seit der Einführung von IServ steht für die beiden nicht mehr ganz so viel an, da der Server so ziemlich alles von alleine macht: die Aktualisierung von Software ebenso wie das Bespielen leerer Computer, die an das System beziehungsweise den Server von „IServ“ angestöpselt werden.

Landrat Manfred Ostermann gefällt die moderne Lösung: „Jede Schule hat völlig unterschiedlich das Internet genutzt.“ Bislang musste immer der Landkreis herhalten, wenn etwas mit der EDV an den Schulen war. „Platt gesagt: Wenn was kaputt ging, wurde es dem Landkreis vor die Füße geworfen. Der Landkreis ist jetzt entlastet.“ Er habe den Eindruck, dass mittlerweile eine andere Schüler-/Lehrergeneration nachgewachsen sei. „Die geht heute mit dem Internet ganz anders um“, sagte Ostermann.

Der Heidekreis habe sich laut Landrat über alle Bedenken der Kritiker hinweggesetzt, die der Meinung seien, dass die Gefahr des Missbrauches und der Einschleppung von Viren und Co. viel zu groß sei. Ostermann: „Ich stehe dazu. Ich hoffe, nach zehn Jahren sagen zu können: Es hat sich gelohnt und keinen Missbrauch gegeben.“ Mit dem Restrisiko könne er leben.

Die IServ-Initiative war von den Schulleitern ausgegangen. Sie hatten nach ihrer Übereinkunft dem Landkreis vorgeschlagen, eine Lösung im Paket anzustreben. Von 22 Schulen, für die der Kreis zuständig ist, seien es laut der Ersten Kreisrätin Helma Spöring nur zwei Förderschulen gewesen, die nicht mit eingestiegen seien. · bd

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