Online-Kurse künftig nicht ausgeschlossen

VHS Walsrode zur Corona-Lage: „Sehen Krise als Chance“

Landrat Manfred Ostermann, Silke Huster, Hans-Ulrich Obieglo und Thomas Lembke vor der Volkshochschule in Walsrode.
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Informierten über die aktuelle Lage der Volkshochschule des Heidekreises (v.l.): Landrat Manfred Ostermann, Silke Huster, Hans-Ulrich Obieglo und Thomas Lembke.

Der Lockdown stellt die Volkshochschule im Heidekreis vor große Herausforderungen. Die Angebote haben sich inzwischen stark weiterentwickelt.

  • Im Lockdown ist für die Kreisvolkshochschule Heidekreis einiges schwieriger geworden.
  • Die Angebote haben sich während der Pandemie weiterentwickelt - es gibt zahlreiche Online-Veranstaltungen.
  • Dauerhaft sind digitale Angebote kein ausschließlicher Ersatz für Präsenzkurse.

Walsrode – „Der Lockdown stellt die Volkshochschule (VHS) vor große Herausforderungen, gar keine Frage. Besonders, seitdem keine Präsenzveranstaltungen mehr stattfinden dürfen, ist alles einiges schwieriger geworden. Aber in meinen Augen hat die VHS diese und andere Herausforderungen soweit sehr gut gemeistert“, so lautet Landrat Manfred Ostermanns Einschätzung zur bisherigen Entwicklung der VHS des Heidekreises seit Beginn der Corona-Pandemie.

Zusammen mit dem Geschäftsführer Hans-Ulrich Obieglo, seinem Stellvertreter Thomas Lembke und Programmbereichsleiterin Silke Huster, informierte er gestern bei einem Pressegespräch über die Corona-Lage der VHS und gibt einen Ausblick auf die kommenden Monate.

Weiterentwickelte Angebote

„Die Angebote haben sich gerade während des ersten Lockdowns stark weiterentwickelt“, schilderte Ostermann weiter. „Man ist sehr kreativ gewesen. Ich selbst habe vor Kurzem an einem Sportkurs online teilgenommen.“ Dort – also im Netz – finden derzeit alle laufenden Kurse der Volkshochschule statt. „Wir haben uns neu aufgestellt und das nicht nur online, sondern auch in den Einrichtungen vor Ort“, so Obieglo. Für jede einzelne Liegenschaft sei ein Schutz- und Hygienekonzept aufgestellt worden. Die seien aufgrund der derzeit geltenden Corona-Beschränkungen allerdings größtenteils geschlossen, aber bereit sobald der Betrieb wieder starten dürfte.

Volle Konzentration auf den Online-Bereich

Zu Beginn des ersten Lockdowns habe das Mitarbeiterteam der VHS das geschafft, was vorher innerhalb von anderthalb Jahren nicht realisiert werden konnte: „Dadurch, dass wir gerade während der ersten Tage, wo eben gar nichts ging, deutlich mehr Zeit, als sonst hatten, konnten wir uns voll und ganz auf den Bereich online konzentrieren“, schilderte der Geschäftsführer der VHS. „Wir haben alles selbst erarbeitet und keine Kurse eingekauft“, betonte er. Zuerst seien die verschiedenen Angebote über die Plattform Zoom gelaufen, doch schlussendlich sei man auf die VHS-Cloud umgestiegen. Diese habe im Vergleich gleich mehrere Vorteile: „Die Teilnehmer melden sich mit einem Passwort an, das heißt nicht jeder kann einfach dazukommen und die Cloud bietet die Möglichkeit virtuelle Klassenräume, also feste Gruppen zu bilden. Außerdem gibt es beispielsweise einen Messenger“, erläuterte Obieglo zu der Plattform. Damit sich Teilnehmer in der Cloud zurechtfinden, habe es Auftaktveranstaltungen mit einer Einführung gegeben.

Die Online-Angebote würden relativ gut angenommen, auch wenn die Teilnehmerzahl oft überschaubar sei. „Aber darum geht es gar nicht, sondern darum den Kontakt mit den Kunden und zu den Dozenten zu halten“, so Obieglo. „Die niedrigen Zahlen spiegeln vielleicht die Unsicherheit vieler wider, ob sie sich wirklich online anmelden sollen oder nicht“, so Programmbereichsleiterin Silke Huster. „Die Teilnehmer würden schon gerne zurück in den Präsenzunterricht kommen“, berichtete sie aus ihrer Erfahrung von Gesprächen mit Schülern aus dem derzeit online laufenden Unterricht.

„Im Landkreis sind wir der einzige Träger, der derzeit Online-Kurse anbietet“, so der Geschäftsführer der VHS. Mitunter sei er auch deswegen überrascht gewesen, dass nur knapp über 20 Leihgeräte unter den Kurs-Teilnehmern verteilt werden mussten. „Wobei man dazusagen muss, dass die Organisation und der bürokratische Aufwand immens ist. Gerade, weil sich die Regeln immer wieder ändern.“ „Aber wir lernen dazu und es steht fest: Es geht weiter“, ergänzte sein Stellvertreter Thomas Lembke. „Wir sehen die jetzige Situation als Chance.“

Das jetzt Aufgebaute integrieren

„Aber eins ist klar: Online kann kein Ersatz für Präsenzkurse oder -unterricht sein“, so Obieglo abschließend. „Das wird einer Herausforderung für die Zukunft sein, herauszufinden, wie wir das, was wir uns jetzt aufgebaut haben, erhalten können und ergänzend zu unserem Angebot integrieren können.“

Weitere Informationen

zu den aktuellen Angeboten der VHS können entweder im Programmheft oder im Internet unter www.vhs-heidekreis.de gefunden werden. Anmeldungen zu Kursen online oder unter der Telefonnummer 05161/948880.

Von Lisa Hustedt

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