„Wir können nur Gutes berichten

Vorbereitung der Fusion zwischen Walsrode und Bomlitz läuft

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Das „Fusionsteam“ der beiden Kommunen (von links): Nils Jooachim, Daniela Clausing, Michael Lebid, Helma Spöring, Constantin Göske und André Reutzel.

Walsrode/Bomlitz - „Ich kann nur Gutes über den aktuellen Stand der Fusionsvorbereitungen zwischen Walsrode und Bomlitz berichten.“ Das sagte Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring im Pressegespräch im Walsroder Rathaus. Der Bomlitzer Bürgermeister Michael Lebid pflichtete ihr bei: „Unruhe bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben wir aufgrund der intensiven Arbeit der Arbeitskreise beruhigen können. Jeder wird seinen sicheren Arbeitsplatz behalten.“

Nils Joachim, allgemeiner Stellvertreter von Lebid, und Daniela Clausing aus der Walsroder Stadtverwaltung sagten, dass in zehn Jahren rund 30 Prozent der Mitarbeiter aus Altersgründen ausscheiden würden. „Dann ist es gut zu wissen, dass aus Bomlitz kompetente Fachkräfte zur Verfügung stehen.“

Um die künftigen Herausforderungen in Zeiten hoher Kosten, komplexer Aufgaben und Fachkräftemangel meistern zu können, hatten die Räte beider Kommunen im Januar einstimmig beschlossen, beim Land Niedersachsen einen Antrag für einen freiwilligen Zusammenschluss zum 1. Januar 2020 zu stellen. Noch am gleichen Abend unterzeichneten Spöring und Lebid das Papier.

Besonders auf der Einnahmeseite wird der Zusammenschluss zu Verbesserungen führen. Aufgrund der Einwohnerzahl erhält die künftige Stadt Walsrode einen höheren Finanzausgleich. Gleichzeitig können durch die Zusammenführung Doppelstrukturen entfallen und damit mittelfristig Kosten gespart werden. Auch der Heidekreis profitiert. Insgesamt werden circa zwei Millionen Euro zusätzlich in die Region fließen. Inwieweit das Land den Zusammenschluss mit einer „Hochzeitsprämie“ versüßen wird, steht noch nicht fest. Eine Förderung ist aber in Aussicht gestellt worden.

In einem Gebietsänderungsvertrag haben die Räte beider Gemeinden die Bedingungen für einen freiwilligen Zusammenschluss festgelegt. Es wird ein Bürger- und Sozialbüro an den bisherigen Standorten geben. „Das Rathaus Bomlitz bleibt auf jeden Fall bestehen“, so Joachim. Spöring kündigte an, dass eine weitere Abteilung nach Bomlitz ziehen werde. Öffentliche Einrichtungen wie Kitas, Grundschulen, Büchereien, das Kulturzentrum „mittendrin“, die gemeindliche Sozialarbeit, Feuerwehren und Freibäder blieben erhalten und sollten bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Lebid unterstrich, dass das Waldbad Bomlitz auf jeden Fall erhalten bleibe.

Im schulischen Bereich werde der Standort Bomlitz gehalten werden. Lebid und Spöring streben für Bomlitz die Einrichtung einer IGS an. Im Kiga-Bereich werde vorsichtig eine gemeinsame Lösung angestrebt.

Unter einer Projektleitung wurden zwölf Arbeitsgruppen zu den einzelnen Aufgabenbereichen gebildet und mit Fachkräften und Interessenvertretungen besetzt. „Ein enormer Personalaufwand, den wir gemeinsam zu stemmen haben.“

Bis zum Zusammenschluss müssen noch viele Regelungen und Verträge überarbeitet, Gespräche geführt und Maßnahmen eingeleitet werden. Wenn Entscheidungen getroffen werden, die sich auf die Zeit nach dem Zusammenschluss auswirken, findet ein enger Austausch statt. Lebid: „Wir werden uns beispielsweise bald mit dem Thema Haushalt beschäftigen müssen, denn 2020 ist nicht mehr so weit entfernt.“

Ein Bürgermeister muss spätestens vier Monate nach dem Zusammenschluss neu gewählt werden. mü

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