Einsatz bei Starkregen

Wenn der Keller überflutet ist

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Schnell, aber ohne Hektik hat die Walsroder Feuerwehr den Einsatz in der Sunderstraße gemeistert.

Walsrode - „Das ist ja gelaufen wie in einem Film“, erinnert sich Marlis Krohn. In ihrer Mietwohnung im zweiten Stock in der Sunderstraße 34 hatte sie aus dem Keller aufsteigenden Fäkalgeruch wahrgenommen. Drei Minuten später stand sie mit den beiden Mitbewohnerinnen Petra Newark und Verena Wildberg im knöcheltiefen Wasser, das die Kellerräume überflutete. Kehrblech und Eimer erwiesen sich für die Entsorgung als unzureichend. Dann trat die Freiwillige Feuerwehr Walsrode auf den Plan.

Weniger als zehn Minuten habe es nach dem Anruf gedauert, bis Ortsbrandmeister Stephan Wagner vor Ort gewesen sei, so Marlies Krohn. Ihm seien ein Tanklöschfahrzeug, ein Löschgruppenfahrzeug und ein Rüstwagen mit 16 Feuerwehrmännern und einer Feuerwehrfrau als Besatzung gefolgt. Schnell, aber ohne Hektik, überlegt und trotzdem zügig hätten die Helfer die Aufgabe in hoher Professionalität in Angriff genommen. Jeder Einzelne schien die Gesamtsituation im Blick zu haben, und jeder habe seine Funktion in der Gruppe gekannt.

Schläuche, Tauchpumpe, eine weitere Pumpe, Seile – die Betroffenen gewannen den Eindruck, dass jede Einsatzkraft das notwendige Material auch bei völliger Dunkelheit gefunden hätte. Arbeitsanweisungen vom Ortsbrandmeister und die Kommunikation seien in bemerkenswerter Ruhe erfolgt, so die Bewohnerin.

Starkregen hat den Keller unter Wasser gesetzt.

Es habe nur wenige Minuten gedauert, bis eine Senkpumpe im Schacht des Abwasserkanals verschwunden sei. „Wir müssen hier erstmal für Entlastung sorgen“, erzählte Wagner. Starkregen und die Niederschläge der vergangen Tage hatten das Entsorgungsnetz überlastet, es habe die Wassermengen einfach nicht mehr abführen können.

Vier Einsätze mussten die Aktiven der Walsroder Feuerwehr an diesem Tag abarbeiten. Am Hilperdinger Weg war ebenfalls Wasser in den Keller eines Wohnhauses eingedrungen, und auch ein Supermarkt in der Quintusstraße war betroffen.

„Hier haben uns Gott sei Dank die Kameraden aus Honerdingen unterstützt“, sagte der stellvertretende Ortsbrandmeister Torsten Helberg. Der vierte Einsatz erfolgte am späten Abend durch Alarmierung einer Brandmeldeanlage: Ein qualmender Aschenbecher in einem Restaurant hatte diese ausgelöst.

Nach mehr als einer Stunde konzentrierter Arbeit hatten die Feuerwehrleute ihren Einsatz in der Sunderstraße erledigt. Das Schlauchmaterial wurde aufgerollt, und jedes Werkzeug fand seinen Platz in den Fahrzeugen.

27 Jahre sei der Rüstwagen alt und sie freuten sich auf eine Neuanschaffung, die im Gespräch sei. Und vor allem auf eine adäquate Ausstattung, die dem Stand der Technik entspreche.

Auch wenn die Bewohner der Sunderstraße 34 über den Wassereinbruch alles andere als glücklich sind, so sind sie doch mit dem Einsatz der Feuerwehr hoch zufrieden. „Auch wenn wir bis Mittag des nächsten Tages mit Aufräum- und Reinigungsarbeiten beschäftigt waren, durch die Professionalität der Feuerwehr konnte größerer materieller Schaden verhindert werden“, erzählt Marlis Krohn. - jh

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