Vier Jungtiere geschlüpft

Nachwuchs-Boom bei Humboldt-Pinguinen im Weltvogelpark Walsrode

Bei den Humboldt-Pinguinen im Weltvogelpark hat es Nachwuchs gegeben. Bald werden sie für Besucher zu sehen sein.
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Bei den Humboldt-Pinguinen im Weltvogelpark hat es Nachwuchs gegeben. Bald werden sie für Besucher zu sehen sein.

Walsrode – Der Weltvogelpark in Walsrode beheimatet zahlreiche gefährdete Tierarten, darunter die Humboldt-Pinguine. Im vergangenen Jahr gab es dort zweifach Nachwuchs. Diesen April, pünktlich zum Welt-Pinguin-Tag, sind erneut Pinguinküken geschlüpft – und das gleich viermal. Weitere Pinguinpaare brüten, teilt der Park in einer Pressenotiz mit.

Die vier Jungtiere werden von Hand in der Aufzuchtstation des Weltvogelparks großgezogen. Einige Elterntiere haben das erste Mal Eier gelegt und sich beim Brüten etwas ungeschickt angestellt. Um das Wohl des Nachwuchses zu gewährleisten, haben die Tierpfleger diese Eier in die Aufzuchtstation genommen und in einen Brutkasten gelegt. Momentan benötigen alle Jungtiere noch zusätzliche Wärmequellen. Sobald die Pinguinküken alt genug sind, mit etwa drei Wochen, werden sie im Nesthäkchenbereich für die Besucher zu sehen sein.

In der Aufzuchtstation wird ihr Wohlergehen von den Tierpflegern rund um die Uhr kontrolliert. „Es ist etwas sehr Besonderes, dass wir dieses Jahr wieder Jungtiere bei den Humboldt-Pinguinen haben. Jedes Jungtier in der Nachzucht ist bei einer gefährdeten Art wie dieser bereits ein großer Erfolg. Und das gleich mehrfach, mit der Hoffnung auf weiteren Nachwuchs“, sagt Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks. Hier brüteten aktuell noch zwei Paare, die sich bislang fürsorglich um den bevorstehenden Nachwuchs kümmerten. „Das ist natürlich immer die schönste Situation.“

 Sobald die Pinguinküken alt genug sind, mit etwa drei Wochen, werden sie im Nesthäkchenbereich für die Besucher zu sehen sein.

Die Humboldt-Pinguine sind an der Westküste Südamerikas beheimatet. Zum Welt-Pinguin-Tag stellt der Weltvogelpark Walsrode fünf Fakten über Pinguine vor.

• Pinguine leben nicht nur in der Antarktis oder an der Westküste Südamerikas. Auch in Australien, Neuseeland, Südafrika und auf den Galapagosinseln leben Pinguinarten. Weltweit gibt es 18 verschiedene. Die Körpergröße reicht von 30 Zentimetern bis über einen Meter.

• Keine der Pinguinarten kann fliegen. Stattdessen haben sie sich zu sehr guten Schwimmern und Tauchern entwickelt. Kaiserpinguine können unter Wasser zum Beispiel 18 Stundenkilometer schnell werden. Die schnellste Pinguinart sind allerdings die Eselspinguine. Für kurze Momente können sie bis zu 36 Stundenkilometer erreichen.

• Einige Pinguine halten Temperaturen von bis zu minus 70 Grad Celsius aus. Dabei schützen sie ihre wasserabweisenden Federn und die Fettschicht darunter vor dem Auskühlen. Damit sie bei diesen Temperaturen nicht auf dem Eis festfrieren, hat sich die Natur für die Füße der Pinguine etwas Besonderes einfallen lassen. Die Venen und Arterien laufen in den Beinen direkt nebeneinander. Dabei kühlt das aus den Füßen zurückgepumpte venöse Blut das arterielle Blut. Das kommt also bereits kalt in den Füßen an. Die Füße der Pinguine sind fast so kalt wie das Eis. Dadurch taut das Eis nicht an und die Vögel können nicht festfrieren.

• Verliebte Pinguinmännchen überreichen den Weibchen Kieselsteine, wenn sie sie mögen. Steine dienen als Unterlage für die Nistplätze, um das Ei vor dem Eis zu schützen und sind somit wichtig für die Brut. Da die Steine in den kalten Gebieten meist mit großen Mühen unter dem Eis hervorgepickt werden müssen, ist dieses Geschenk eine große Geste unter den Tieren. Meistens bleiben die Pinguinpärchen ein Leben lang zusammen. Je nach Art können dies bis zu 25 Jahre sein.

• Die ausdauerndsten Schwimmer sind die Goldschopfpinguine. Diese Art lebt auf einer Inselgruppe im Indischen Ozean. Nach der Brutzeit verlassen sie die Inseln und schwimmen für ungefähr ein halbes Jahr durch das Meer. Ohne eine Pause legen sie fast 12 000 Kilometer zurück, bis sie zur Paarungszeit wieder zu den Brutplätzen zurückkehren.

Wer mehr über Humboldt-Pinguine erfahren und diesen besonders nah kommen möchte, hat die Möglichkeit, im Weltvogelpark ein Meet & Greet zu buchen.

Weitere Informationen dazu und zu Pinguinen sind unter www.weltvogelpark.de zu finden.

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