Weltvogelpark Walsrode bietet bedrohten Tieren ein Zuhause / Saisonstart am 18. März

„Jeder Besuch trägt aktiv zum Artenschutz bei“

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Kagu in Walsrode.

Walsrode - Der Weltvogelpark Walsrode bietet über 550 bedrohten Vögeln aus mehr als 80 Arten ein Zuhause. Darauf weist das Unternehmen am heutigen 3. März, dem Internationalen Tag des Artenschutzes, in einer Pressemitteilung hin.

Mit über 4000 Vögeln aus 650 Arten handele es sich nicht nur um den größten Vogelpark der Welt. Durch intensive Nachzucht trügen die Biologen und Tierpfleger des Weltvogelparks auch aktiv zum Artenschutz bei. Hier gelängen europa- und weltweit einmalige Zuchterfolge von vom Aussterben bedrohter Vögel aus allen Kontinenten.

Der 44. Tag des Artenschutzes geht auf das Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES aus dem Jahr 1973 zurück, durch das gefährdete wildlebende Tiere und Pflanzen geschützt werden. „Weltweit sind rund ein Viertel aller Tierarten bedroht. Ein Großteil lässt sich auf die Verdrängung aus den natürlichen Lebensräumen zurückführen“, sagt Sonja Buchhop, Sprecherin des Weltvogelpark Walsrode. „Gerade die fortschreitende Rodung des Regenwaldes wird vielen Vögeln zum Verhängnis.“

Bereits seit 1962 gelte der Weltvogelpark Walsrode als eine der bedeutendsten Institutionen auf dem Gebiet der Haltung und Nachzucht bedrohter Vogelarten sowohl in menschlicher Obhut vor Ort als auch über die Weltvogelpark Stiftung in den Ursprungsländern. Diese arbeite mit ihrer Schwester-Stiftung Crax International, die von Geer Scheres, dem Geschäftsführer des Weltvogelparks geleitet wird, und mit Spezialisten, Umweltschützern und Ornithologen aus allen Ländern Hand in Hand zusammen.

Dank der durch Eintrittsgelder finanzierten Stiftungsarbeit sei es unter anderem gelungen, das in der freien Natur ausgestorbene Hokkohuhn Alagoas-Mitu aus Brasilien zu erhalten, so die Sprecherin. Auch der bedrohte Schwarzmaskenguan sowie der Rotschnabelhokko würden seit rund 20 Jahren gezüchtet und erfolgreich in ihrer Heimat, dem atlantischen Regenwald, wieder ausgewildert. Neben weiteren Aktivitäten der Stiftung, zum Beispiel in Belgien, auf Madagaskar, in Süd- und Mittelamerika und auf Neukaledonien, kümmerten sich die Vogelschützer jedoch auch um bedrohte Arten vor der eigenen Haustür. In Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz engagiere sich die Stiftung für den Schutz und die Wiederansiedelung der hier bereits ausgestorbenen Moorente.

„Nur wer die faszinierende Welt der Vögel kennt und liebt, wird sie auch schützen“, weiß Buchhop. „Ab dem 18. März, unserem Saisonstart, bringen wir diese Welt unseren Besuchern ein Stückchen näher. Mit jedem Besuch tragen sie somit ein Stück weit aktiv zum Artenschutz bei.“

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