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Weltvogelpark Walsrode startet in die Saison 2022

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Von: Katrin Preuß

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Mensch und Tier im engen Kontakt - das ist dem Team des Weltvogelparks Walsrode wichtig.
Mensch und Tier im engen Kontakt - das ist dem Team des Weltvogelparks Walsrode wichtig. © JOAO MARCOS ROSA / NITRO

Das kann sich sehen lassen: Ein Faultier bekommt eine Freundin, der Vogel des Jahres - wer ist das denn noch mal ? - der Vogelpark in Walrode öffnet und freut sich auf viele Besucher....

Walsrode – Der Wiedehopf ist der Vogel des Jahres 2022. Und als solcher darf der gefiederte „Punk“ mit dem auffälligen Schopf natürlich im Weltvogelpark in Walsrode nicht fehlen, der in diesem Jahr übrigens 60-jähriges Bestehen feiert.

Nach viereinhalb Monaten Winterpause öffnet der Park am Sonnabend um 10 Uhr wieder seine Pforten für die Öffentlichkeit. Die Besucher können dann nicht nur den heimischen Wiedehopf als neuen Bewohner begrüßen. Auch neue Kolibri- und verschiedene Singvögel-Arten werden zu bewundern sein.

Vogelpark Walsrode: Öffnung nach vier mMonaten Winterpause

„Das Papageiengehege bekommt in diesem Jahr ebenfalls Zuwachs“, verrät Parksprecherin Janina Ehrhardt. Die in Südamerika bis hinunter nach Feuerland verbreiteten Smaragdsittiche werden zusammen mit den in der Karibik beheimateten Kuba-amazonen zu sehen sein. Auch die Familie der prächtigen Hornvögel darf ein neues Mitglied begrüßen: die afrikanischen Weißschopf-Hornvögel.

Und zu Bilbo, dem Faultier, das seit April im Weltvogelpark lebt, gesellt sich in der vergangenen Woche Elise. „Die beiden waren Schnauze an Schnauze“, beschreibt Janina Ehrhardt das erste Zusammentreffen der beiden nichtgefiederten Park-Bewohner voller Entzücken. „Es freut uns sehr, dass die beiden sich so gut verstehen“, fügt die Pressesprecherin noch hinzu und verbindet dies mit der Hoffnung auf Faultier-Nachwuchs im kommenden Jahr.

Vogelpark Walsrode: Bilbo und Elise Schnauze an Schnauze

„Spätestens im Juni“, so Janina Ehrhardt weiter, werde der Weltvogelpark auch wieder eine Harpyie präsentieren können. „Das ist ein wichtiger Vogel für uns, nach der auch viele Besucher fragen.“

Bis 2017 habe ein Vertreter dieser großen Greifvogelart in dem Park gelebt. Dann sei die Harpyie an den Nürnberger Zoo abgeben worden zur Erhaltung der Art. Mittlerweile, so berichtet Janina Erhardt, lebe der Greifvogel aus Walsrode in Brasilien, wo dessen Nachwuchs wieder ausgewildert werde.

Um Vogelnachwuchs ist man auch in Walsrode nicht verlegen

Um Vogelnachwuchs ist man auch in Walsrode nicht verlegen. Von März bis August schlüpfen fast täglich Jungvögel. „Wir möchten, dass so viele Jungvögel wie möglich in Naturbrut aufwachsen. Einige Vogeleltern benötigen allerdings etwas Unterstützung bei der Brut und Versorgung des Nachwuchses. In so einem Fall bringen wir das Ei oder Küken in die Jungtierstation, wo sich unsere Biologen um die Tiere kümmern. Auch die Besucher haben dort die Gelegenheit, den Nachwuchs aus der Nähe zu sehen“, erzählt Anne Densow, Biologin im Weltvogelpark Walsrode.

Der ist mit über 4 000 Vögeln aus 650 Arten und von allen Kontinenten nicht nur der größte Vogelpark der Welt, sondern auch ein Ort, an dem die Besucher mit verschiedenen Tieren in einer über 24 Hektar großen Gartenlandschaft interagieren können. Ewa im Toowoomba. Hier umflattert ein bunter Schwarm Loris die Besucher, die die Vögel auch aus der Hand mit Nektar füttern können. „Uns ist besonders wichtig, den Besuchern immer wieder einen Kontakt zu den Tieren zu ermöglichen. Das können sie nicht nur bei den Loris, sondern zum Beispiel auch in unserer 3 000 Quadratmeter großen Freiflughalle. Auch dort können heimische und exotische Vögel von den Besucherinnen und Besuchern selbst gefüttert und beobachtet werden“, berichtet Janina Ehrhardt.

Vogelpark Walsrode: über 4 000 Vögeln aus 650 Arten und von allen Kontinenten

Wenn der Park im Sommer seinen 60. Geburtstag feiert, wird aus diesem Anlass eine große Voliere im Eingangsbereich eröffnet. Die Besetzung in diesem Vogelhaus soll immer mal wieder wechseln, sagt die Sprecherin. Den Anfang aber machen Tiere, die auch in der Flugshow zu sehen sind. Da ist dann auch mal ein Erinnerungsfoto mit einem Papagei auf der Schulter möglich. Der Besuch des Parks starte mit einem direkten Erlebnis, schwärmt Erhardt.

Dabei bietet der Park nicht nur jede Menge Abenteuer und Unterhaltung, sondern auch die Möglichkeit, Zusammenhänge der Vogel- und Insektenwelt spielerisch zu lernen. Zum Beispiel bei den Schmetterlingen im Innenbereich „Pukara“. Hier können Besucher beobachten, wie die Falter aus ihren Kokons schlüpfen. Interaktionsspiele vermitteln, welche Bedeutung Schmetterlinge für die Natur haben.

Vogelpark Walsrode: Auch ein Bienenhaus auf dem Gelände

Viel lernen lässt sich auch im Bienenhaus. Animationstafeln beantworten viele Fragen und animieren zu einem bewussteren Umgang mit der Natur. Sprecherin Janina Erhardt bringt es auf den Punkt: „Als zoologische Einrichtung haben wir auch einen Bildungsauftrag.“  kp

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