Bodybuilder wird vor heimischem Publikum Zweiter

Walsroder Kiro Feldmann fährt zur WM

Kiro Feldmann (2.v.l.) bestätigte in der Walsroder Stadthalle seine Topform. Erster wurde Marcel Huth (l.). - Foto: Fischer

walsrode - Der Walsroder Bodybuilder Kiro Feldmann hat die Deutsche Meisterschaft in der Klasse Body over 40 verpasst. Mit hauchdünnem Vorsprung kürten die Juroren Marcel Huth in der Stadthalle der Lönsstadt zum neuen Titelträger – sehr zum Unverständnis einiger Fachleute. Feldmann selber zeigte sich verwundert und enttäuscht. Versöhnlicher Abschluss: Zur WM ins spanische Castellon am 27. Mai darf der Lokalmatador trotzdem fahren.

Zum ersten Mal wurden die Deutschen Meisterschaften des National Athletic Comitee (NAC) in der Walsroder Stadthalle ausgetragen. Und es herrschte eine ganz besondere Atmosphäre in dem bis auf den letzten Platz ausverkauften Gebäude. Nahezu überall trafen Besucher auf Athleten, die sich mit Farbe bräunen ließen, Smalltalk hielten oder einfach nur auf dem Boden lagen, um sich auf ihren Auftritt vorzubereiten. Verkäufer von Pommes und Currywurst wären sicher nicht auf ihre Kosten gekommen. Wohl aber die von Reiswaffeln, Proteinriegeln und Pastagerichten, denn auch die Zuschauer kamen größtenteils aus dem Bodybuilding- und Fitness-Sport.

Mittendrin im Gewühl wartete Kiro Feldmann, frischgebackener Norddeutscher Meister, darauf, vor heimischem Publikum auf die Bühne zu dürfen. Als es so weit war, kannte der Jubel keine Grenzen. Viele Freunde, Fans und Familie stärkten dem 44-Jährigen den Rücken. „Ich bin in absoluter Topform“, sagte Feldmann kurz, bevor er ins Scheinwerferlicht trat.

Dass er richtig lag, zeigte sich, als er und seine acht Mitstreiter vor die Jury traten und die Muskeln spielen ließen. Alles lief nach Plan, und nicht wenige Experten im Publikum sahen den Lönsstädter ganz vorne.

Die Ernüchterung folgte bei der Siegerehrung. In der Klasse „Body over 40“ verkündete der Moderator, dass Kiro Feldmann auf Rang zwei gelandet ist. Das Ziel, die Deutsche Meisterschaft und die damit verbundene Qualifikation für die Weltmeisterschaft, war dahin, zumindest kurz.

Nach der Verkündung des Urteils wurde bekannt gegeben, dass Feldmann trotzdem zur WM reisen darf. „Das lag wohl daran, dass das Juryurteil hauchdünn ausfiel. Und der Verband will natürlich bei der WM gut abschneiden. Wenn sich die Verantwortlichen von einem Athleten Erfolg versprechen, kann er nachnominiert werden“, erklärte Feldmann. - mf

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