Versuchter Mordanschlag auf A27 in Walsrode

Unbekannte werfen zwei Gullydeckel von Autobahnbrücke

Walsrode - Unbekannte warfen in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag bei Walsrode zwei Gullydeckel auf fahrende Autos, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilen.

Gegen 23.40 Uhr seien die Gullydeckel von einer Brücke, die über die Autobahn 27 geht, geworfen worden. Die Fahrzeuge waren in Richtung Bremen unterwegs . 

Die Fahrer eines Pkws und eines Lasters kamen mit dem Schrecken davon. Die Anschläge erfolgten auf einer Brücke eines landwirtschaftlichen Weges zwischen Walsrode und Schneeheide. Wie die  Polizei mitteilt, wurden die Gullydeckel zuvor in dem Gewerbegebiet von Schneeheide entwendet. Der erste Deckel beschädigte das Auto im Frontbereich und am Unterboden. Der zweite Gullydeckel schlug in die Windschutzscheibe einer Sattelzugmaschine im Bereich der Beifahrerseite ein Loch, drang aber nicht in das Führerhaus ein. Es war reiner Zufall, dass die Fahrzeugführer unverletzt blieben.

Vorwurf: heimtückisches Töten

Die Staatsanwaltschaft Verden leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes ein. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nach dem derzeitigen Spurenbild davon aus, dass der oder die Täter heimtückisch und wahllos wehrlose Fahrzeuginsassen töten wollten. Das Strafgesetzbuch droht für einen versuchten Mord eine lebenslange Freiheitsstrafe an. 
Der Zentrale Kriminaldienst der Polizeiinspektion Heidekreis hat die Ermittlungen aufgenommen. Polizei und Staatsanwaltschaft bitten, Hinweise zur Tat und möglichen Tätern an die Polizei in Soltau unter der Telefonnummer 05191/93800 oder jede andere Polizeidienstelle mitzuteilen.

Mörderische Attacken

Immer wieder kommt es zu Wurf-Attacken auf Autofahrer. In der Nacht zu Freitag ist ein Gegenstand in die Scheibe eines auf der Autobahn 1 fahrenden Lastwagens eingeschlagen. Die Scheibe des Lasters wurde aber nicht durchschlagen. 

Besonders traurig endete die Urlaubsreise einer Frau aus Recklinghausen. Sie wurde vor wenigen Tagen auf einer dänischen Autobahn von einem Betonklotz getötet. Die 33-Jährige war mit ihrem Mann und ihrem fünfjährigen Sohn auf der Insel Fünen in Richtung Deutschland unterwegs, als der von einer Brücke geworfene Klotz ihr Auto traf. Die Frau saß demnach auf dem Sitz hinter dem Fahrer und war sofort tot.

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- 5.000 Euro Belohnung im Fall der Gullydeckel-Werfer ausgesetzt

Rubriklistenbild: © dpa

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