Bekannten mit der Waffe bedroht

Betrunkene Frau mit Luftdruckpistole wehrt sich gegen Festnahme

Walsrode - Ein Verstoß gegen das Waffengesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung - so lauten die bisherigen Straftatbestände, für die sich eine 42 Jahre alte Frau aus Walsrode verantworten muss. Sie hatte am Sonntag einen Bekannten mit einer Luftdruckpistole bedroht und sich anschließend vehement gegen die Polizeibeamten gewehrt.

Die Frau leistete am Sonntagabend zwischen 21 und 22 Uhr Widerstand gegen die Beamten, nachdem sie stark alkoholisiert Fahrrad gefahren war und einen Bekannten mit einer Gaspistole bedroht hatte. Die Polizei hatte einen Hinweis erhalten, dass die Walsroderin im Bereich des Wiener Platzes laut herumschreien sollte, heißt es in einer Meldung der Polizei. 

Die Unruhestifterin hatte eine größere Menge Alkohol zu sich genommen und war noch vor Eintreffen der Polizei mit dem Fahrrad davon gefahren. Kurze Zeit später konnte die Besatzung eines Streifenwagens die Fahrradfahrerin sowie einen Begleiter an der Moorstraße aufgreifen. 

Die Gesuchte machte die Beamten auf sich und ihren Bekannten aufmerksam. Als die Polizei die beiden aufgriff,  beschuldigte die Frau den 26-Jährigen, mit Marihuana zu handeln. Dieser solle in seiner Bauchtasche die Droge mit sich führen. Da das zutraf, hat er nun mit einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu rechnen.

Schussbereite Waffe im Fahrradkorb

Im Fahrradkorb der Frau machten die Beamten eine schussbereite CO2-Gaspistole ausfindig. Es stellte sich heraus, dass die Beschuldigte zuvor ihren Begleiter damit bedroht und ihn zum Mitkommen aufgefordert hatte. Die Pistole wurde sichergestellt.

Einen Atemalkoholtest verweigerte die Fahrradfahrerin und leistete aktiven Widerstand gegen die Mitnahme zur Dienststelle, wo eine Blutprobenentnahme zum Zwecke der Beweisführung entnommen werden sollte. In der Dienststelle beleidigte die Festgenommene ebenfalls einen Beamten. 

Letztendlich wurden mehrere Strafverfahren gegen die Walsroderin eingeleitet - wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung. Das Blutprobenergebnis wird entscheidend sein, ob zudem ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet werden muss.

Am Montag war noch unklar, ob weitere Personen mit der Schusswaffe bedroht wurden. Die Polizei Walsrode nimmt Hinweise dazu unter der 05161-984480 entgegen.

kom

Rubriklistenbild: © dpa

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