Rat verschiebt Sportstättenplanung in der Eckernworth

Waldzwerge wollen gefragt werden

Der Waldkindergarten an der Eckernworth.
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Der Waldkindergarten an der Eckernworth.

Walsrode – Noch einmal verschoben worden ist das „Ja“ des Walsroder Stadtrats für eine ganzheitliche Lösung im Walsroder Sportstättenbau. Nachdem der Ausschuss für Bürgerdienste den Planungen der Verwaltung einmütig zugestimmt hatte, setzte der Rat am Dienstag den mit Spannung erwarteten Punkt von der Tagesordnung ab. Damit ist die Entscheidung für das neue Konzept, Germania eine Sportstätte an der Fulder Straße zu schaffen, aufgeschoben. Der Kindergarten „Waldzwerge“ und einige Anlieger aus dem Neubaugebiet hatten dagegen demonstriert.,

Eigentlich schien alles in geordneten Bahnen zu laufen: Die Verwaltung hatte gemeinsam mit dem VFB Walsrode und der Germania ein Konzept ausgearbeitet, das den Bau einer neuen Sportstätte direkt neben dem Waldkindergarten an der Straße nach Fulde bis 2023 vorsieht. Der VFB Walsrode als Träger des Eckernworth-Stadions sollte Zuschüsse erhalten, damit aus dem Grandplatz eine Rasenspielfläche werden kann und das Vereinsheim renoviert werden kann.

Bürgermeisterin Helma Spöring: „Im Zuge der Stadtentwicklung werden wir den Bereich des Grünenthal-Stadions in eine Gewerbefläche umwandeln. Außerdem erhält der Alte Postweg eine direkte Zufahrt zur Verdener Straße.“ Der Betrieb „famila“ werde sich hier neu ansiedeln und ein Elektrofachmarkt. Den Rückbau des legendären Stadions werde „famila“ vornehmen.

Die Stadt hatte mit den Germanen einen Vertrag, nachdem der Traditionsverein eine neue Sportfläche erhalten soll. „Wir werden aus dem Erlös des Grundstücksverkaufs „Grünenthal-Stadion“ beiden Vereinen die Mittel zukommen lassen, die ihnen ermöglichen, auf der Germanen-Seite eine neue Sportstätte zu errichten, die sie selbst betreiben werden, und auf der anderen Seite das Eckernworth-Stadion sichern,“ sagt Spöring im Gespräch. Letztlich sei die Entscheidung gefallen, weil der Bau einer Lärmschutzwand zur Wohnbebauung in der Ernst-August-Straße und dem angrenzenden Wohngebiet zu teuer gewesen wäre. Es gehe um mindestens acht Millionen Euro. „Das können wir uns nicht leisten.“

Spontan hatten sich Kinder und Eltern des Waldkindergartens „Waldzwerge“ zu einer lebhaften Demonstration am Dienstagabend auf dem Rathausvorplatz eingefunden. Sie fühlten sich alleingelassen bei der Entscheidung für eine Sportstätte direkt neben dem idyllischen Waldstück mit Häuschen und Bauwagen, wo seit vielen Jahren 15 Kinder betreut werden. „Wir sind gar nicht gefragt worden“, sagt Stefanie Imbach, Facherzieherin für Natur - und Waldpädagogik. Und Christine Müller, stellvertretende Leiterin der „Waldzwerge“, ergänzt: „Wir befürchten, dass es einen riesigen Wall geben wird, einen hohen Auffangzaun.“

Von der Natur bleibe gar nichts mehr. Bedenken haben die Eltern auch wegen des Baulärmes. Die „Waldzwerge“ wollen auch in die Planungen einbezogen werden.  mü

Auf dieser Fläche soll das neue Stadion entstehen.

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