Teilnehmerrekord in Kirchboitzen / Jüngster Fahrer ist neun Jahre

Trecker-Treck: „Das ist Wahnsinn“

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Der Kampf mit der Physik: Stützräder hinten und Gewichte vorne an den Traktoren sollen verhindern, dass die Maschine kippt.

Kirchboitzen - Brummende Motoren, qualmende Auspuffe, durchdrehende Reifen: Landmaschinen-Freunde kamen beim Trecker-Treck am Wochenende in Kirchboitzen voll auf ihre Kosten. Die Fahrer zeigten ihre tonnenschweren Maschinen auf einer Strecke von 100 Metern. Der jüngste Teilnehmer, Robin Hibbing, war gerade erst neun Jahre alt.

Trecker fahren ist Robins große Leidenschaft. Vor dem Start ist der Schüler nervös. „Ich fahre zum ersten Mal mit“, sagt er. „Aber ich geb mein Bestes.“ Unterstützung bekommt er von der Familie: Onkel Sascha gibt Tipps für den richtigen Fahrstil. Mit dem 38 PS starken IAC 3,83 geht‘s auf die Piste. Robin schafft keinen „Full Pull“ – die gesamte Strecke über 100 Meter. Er bleibt bei 25,5 Metern stehen. Trotzdem gibt’s Applaus vom Publikum und Anerkennung vom Onkel.

Robin Hibbing, gerade erst neun Jahre alt, schlägt sich wacker.

Sascha Hibbing ist gemeinsam mit Dennis Ehlers Organisator des neunten Trecker-Trecks. „Wir hatten noch nie so viele Anmeldungen. Über 100 Fahrer nehmen teil, das ist Wahnsinn“, sagt er. Aus dem gesamten Heidekreis und darüber hinaus kommen die Besucher. Außerdem unterstützen Schützenverein und Feuerwehr die Veranstalter. „Ohne die vielen helfenden Hände und Sponsoren könnten wir das gar nicht auf die Beine stellen.“

Unter den Augen zahlreicher Besucher geben die Trecker-Fahrer ihr Bestes.

Die Veranstalter haben Pech mit dem Wetter, das tut der guten Stimmung aber keinen Abbruch. Kirchboitzen ist einer der wenigen Treffs, bei denen auch Oldtimer an den Start gehen. Das wissen die Gäste zu schätzen: Neben der Strecke fachsimpelt das Publikum über Motorenleistung und Fahrgefühl.

„Trecker-Treck“ in Kirchboitzen

Die Fahrer starten in fünf Klassen, die schwersten Maschinen wiegen über fünf Tonnen. Die Trecker ziehen auf der Strecke einen Bremswagen hinter sich her. Hört sich einfach an, ist es aber nicht: Ein Gewicht schiebt sich bei jedem Meter weiter nach vorne auf die Deichsel. Das erschwert die Weiterfahrt. Viele Traktoren schaffen die 100 Meter lange Strecke nicht. Dann ist der Bahndienst gefragt: Zwei Schlepper rollen an, ebnen die Bahn und bringen den Bremswagen für den nächsten Teilnehmer wieder in Position. Einige versuchen alles, um es ins Ziel zu schaffen. Stützräder hinten und Gewichte vorne an den Traktoren sollen verhindern, dass die Maschine kippt. Einen „Full Pull“ über 100 Meter schaffen an diesem Tag auf der regennassen Fahrbahn nur die wenigsten.

Auch wenn der Trecker-Treck in Kirchboitzen zu den kleineren Veranstaltungen dieser Art im Heidekreis und Umgebung gehört, müssen sich die Organisatoren nicht verstecken. Ganz im Gegenteil: Die Stimmung an diesem Tag ist bei Teilnehmern und Zuschauern super. - at

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