Sozialstation hat mit Doreen Barthel und Nadine Rose-Hesse ein neues Leitungsteam

Von Anfang an gemeinsam

Doreen Barthel.
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Doreen Barthel.

Schwarmstedt/Rethem – Beide sind 42 Jahre alt und pflegeerfahrene Fachkräfte. Beide haben sich Ende des vergangenen Jahres um die Stelle der Pflegedienstleitung beworben und beide erhielten eine Zusage: Als Doreen Barthel und Nadine Rose-Hesse kurz vor Weihnachten erfuhren, dass sie gemeinsam die Sozialstation Aller-Leine-Tal leiten sollten, nahmen sie gegenseitig Kontakt auf und trafen sich auf eine Tasse Kaffee. Einfach, um zu sehen, ob die Chemie stimmte. Und so war es, , schreibt die Sozialstation in einer Pressemitteilung, aus der Tasse Kaffee wurde ein ausgedehntes Frühstück. Ina von Bothmer konnte dann ab Januar ein hoch motiviertes Leitungsteam in ihre Nachfolge einarbeiten.

Nadine Rose-Hesse lebt mit Sohn und Tochter in Rethem. Sie ist Altenpflegerin und weist neben dem Diplom als Pflegewirtin (FH) sowie der Ausbildung zur Qualitätsbeauftragten im Gesundheitswesen eine mehr als 23-jährige Erfahrung in der Altenpflege auf. Sie war viele Jahre in der stationären Altenpflege zuhause und hat zudem einen ambulanten Pflegedienst geleitet. Am liebsten unternimmt sie Fahrradtouren mit den Kindern und dem Freund, spielt Tischtennis und isst „ab und an ein Spaghetti-Eis. Das muss schon sein“, sagt Rose-Hesse.

Doreen Barthel wohnt mit Ehemann und zwei Töchtern in Bomlitz. Die Krankenschwester mit Zusatzausbildung zur Pflegedienstleitung war zuletzt 19 Jahre im Reha-Bereich tätig. Sie geht gern Joggen, ist nebenberuflich als Trainerin mit B-Lizenz in einem Walsroder Frauen-Fitnessstudio tätig und fährt gern mit der Familie im Wohnmobil weg. „Am liebsten an die Ostsee“, verrät Barthel.

Beide starteten zunächst mit der Begleitung der Pflegefachkräfte auf ihren Touren, um nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch viele der 350 aktiven Kunden der Sozialstation Aller-Leine-Tal kennenzulernen. „Die Klienten zuhause aufzusuchen war sehr interessant. Jede Pflegesituation ist anders. Die Angehörigen leisten oft über einen langen Zeitraum einen unersetzlichen Beitrag zur häuslichen Pflege und Versorgung“, sagt Barthel. Rose-Hesse ergänzt: „Manchmal tritt eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eines Menschen plötzlich auf und die Angehörigen wissen nicht weiter. Ihnen dann die Möglichkeiten aufzuzeigen und gemeinsam nach einer individuellen Lösung zu suchen, damit dem Wunsch des Klienten, so lang wie möglich zuhause zu wohnen, entsprochen werden kann, ist erfüllend.“

Die Verantwortlichkeiten für die drei Stützpunkte der Sozialstation Aller-Leine-Tal in den Samtgemeinden Ahlden, Rethem und Schwarmstedt teilen sich beide Pflegedienstleiterinnen.

Noch bevor die beiden Pflege-Expertinnen sich so richtig in ihren neuen Aufgabenbereich einarbeiten konnten, kam die Coronakrise. Dienstbesprechungen mussten abgesagt werden und das Kennenlernen der Mitarbeiter musste hinter dem Erarbeiten von Krisenplänen für den Fall der Erkrankung von Mitarbeitenden und Klienten zurückstehen.

Auch die wichtige Zusammenarbeit mit den Arztpraxen, dem Palliativnetz Heidekreis und dem Heidekreis-Klinikum leidet unter den Corona-Bedingungen. „Leider konnten wir uns bis heute noch nicht persönlich bei wichtigen Partnern wie den behandelnden Ärzten vorstellen“, bedauern Barthel und Rose-Hesse, hoffen aber, die Vorstellung bald nachholen zu können.

Obwohl die Sozialstation bis heute glücklicherweise nicht durch Corona-Erkrankungen betroffen ist, arbeiten alle seit März bis auf nicht absehbare Zeit unter erschwerten Bedingungen. So müssten alle Mitarbeiter mit Mund-Nasen-Schutzmasken arbeiten. Das sei schon unter normalen Bedingungen eine Herausforderung, aber bei Tätigkeiten wie zum Beispiel dem Duschen und bei höheren Temperaturen werde das schnell sehr unangenehm.

Auch persönliche Kontakte der Teammitglieder untereinander, wie es vor Corona gerade bei der täglichen Übergabe üblich war, seien aufgrund der Hygienevorschriften sehr eingeschränkt und die Digitalisierung der Übergabe-Dokumente habe umgehend und ohne die sonst üblichen Schulungen und ohne persönliche Unterstützung durch Kollegen umgesetzt werden müssen.

Der Leistung der Mitarbeitenden in Zeiten der Pandemie zollen die Pflegedienstleiterinnen hohen Respekt: „Die Mitarbeiter sind sehr diszipliniert. Sie leisten großartige Arbeit“, sagen Barthel und Rose-Hesse. Beide heben das wertschätzende Miteinander und die trotz der Erschwernisse durch die Pandemie gute Stimmung im Team der Sozialstation hervor. Auch die herzliche Aufnahme durch die Leitungskräfte der übrigen Einrichtungen des Paritätischen Vereins habe beide beeindruckt.

Rückblickend auf das erste halbe Jahr ihrer Tätigkeit in der Sozialstation Aller-Leine-Tal sind Doreen Barthel und Nadine Rose-Hesse sehr glücklich mit ihrer Entscheidung, die Arbeit im Leitungsteam angenommen zu haben. „Wir haben das Gefühl, angekommen zu sein.“

Nadine Rose-Hesse.

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