Linus Brenner: Steiler Karrieresprung im Weltvogelpark Walsrode

Vom Azubi zum Revierleiter

Revierleiter Linus Brenner (r.) neben dem Geschäftsführer des Weltvogelparks Javier Gimeno (l.).
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Von der Handelskammer geehrt: Revierleiter Linus Brenner (r.) neben dem Geschäftsführer des Weltvogelparks Javier Gimeno (l.).

Walsrode – Der Weltvogelpark in Walsrode ist der Arbeitsplatz zahlreicher erfahrener Tierpfleger mit einem speziellen Händchen für Vögel und ein erfolgreicher Ausbildungsbetrieb für angehende Tierpfleger. In diesem Jahr hat dies besonders gut funktioniert, heißt es in einer Pressemitteilung des Parks.

Revierleiter bei den Papageien

Linus Brenner hat nicht nur seine Ausbildungszeit verkürzt, sondern seine Abschlussprüfung am 14. Dezember 2020 mit 96 von 100 Punkten und der Bestnote eins bestanden. Am 30. September wurde er von der IHK Lüneburg als Berufsbester für den ersten Platz bei den Abschlussprüfungen der Tierpfleger mit Fachrichtung Zoo im IHK-Bezirk geehrt. Seit dem 1. Januar arbeitet er als Revierleiter bei den Papageien – ein Karrieresprung für den ehemaligen Azubi.

Leidenschaft für Vögel

Schon von Kindesbeinen an hat die Vogelwelt Linus Brenner fasziniert. In Baden-Württemberg auf einem Hof aufgewachsen, fing er bald an, selbstständig Hühner und Puten zu halten und zu züchten. Dann kamen Sittiche hinzu. Diese Leidenschaft hat sich gehalten, und er hat sie zum Beruf gemacht. Nach mehreren Praktika im Weltvogelpark und in anderen zoologischen Einrichtungen begann er seine Ausbildung zum Zootierpfleger im Weltvogelpark, die er am 14. Dezember erfolgreich abgeschlossen hat.

Verantwortung für Fütterung und Pflege, Personal- und Futterpläne

Als Revierleiter bei den Papageien ist Linus Brenner neben dem Füttern und Pflegen der Vögel für Personal- und Futterpläne in diesem Bereich verantwortlich. Zudem plant er in enger Abstimmung mit dem Tierpflegermeister und Zoologischen Direktor den Besatz in den Volieren, die Vergesellschaftung verschiedener Arten sowie die passende Einrichtung der Gehege. Auch für die Bereicherung der Volieren mit neuen Elementen wie Futterbomben, Futterverstecken oder neuem Beschäftigungsmaterial ist er zuständig. Ein Revierleiter ist das Bindeglied zwischen den Tierpflegern und den Abteilungsleitern im Büro und somit der erste Ansprechpartner für alle Belange seines Reviers.

Vielfältige Ausbildung

Während seiner vielfältigen Ausbildung hat Linus Brenner nach und nach alle Reviere des Weltvogelparks durchlaufen, um möglichst viel über die verschiedenen Vogelarten und ihre Bedürfnisse zu erfahren. Dabei waren seine Aufgaben hauptsächlich die intensive und aufmerksame Pflege der Tiere sowie die Futterzubereitung und Reinigung der Gehege. Nach einer Einarbeitung konnte er nach wenigen Wochen bereits Aufgaben eigenverantwortlich übernehmen. Als Ergänzung des praktischen Teils der Ausbildung hat er mehrere Praktika in anderen Zoos absolviert, um als Zootierpfleger auch im Umgang mit anderen Tiergruppen wie Säugetieren oder Reptilien umfassend ausgebildet zu sein. Dadurch hat er tiefe Einblicke in die Abläufe auch in anderen Betrieben, wie zum Beispiel dem Zoo Hannover, erhalten. „Ich habe mich für eine Ausbildung im Weltvogelpark entschieden, weil man diese enorme Vielfalt an Vogelarten sonst nirgendwo anders auf der Welt hat. Am meisten Spaß macht mir die Arbeit mit der vielfältigen und spannenden Gruppe der Papageien“, sagt Linus Brenner.

Nachzucht-Erfolge

Es gibt Momente, die dem jungen Mann im Gedächtnis geblieben sind. Zum Beispiel Erfolge bei der Nachzucht von Arten, bei denen dies in den Jahren zuvor nicht geklappt hatte. Wenn es aufgrund von besonderem Einsatz und dem Experimentieren mit verschiedenen Futtermitteln beziehungsweise deren Zusammenstellung doch zu Nachwuchs kommt, ist dies ein besonderes Erlebnis.

„So einen Fall hatten wir bei den afrikanischen Goldscheitelwürgern. Ein böser Name für einen sehr kleinen, hübschen Vogel. Seit Jahren hatte es keinen Nachwuchs mehr bei dieser Art gegeben. Da habe ich mir viele Gedanken gemacht und die Zusammenstellung des Futters geändert, bis es schließlich mit der Naturbrut geklappt, das Paar selbstständig die Eier bebrütet und seinen Nachwuchs gesund großgezogen hat. Das bleibt einem besonders in Erinnerung“, so Linus Brenner abschließend.

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