Posaunenchor Kirchboitzen gibt Konzert anlässlich seines 90. Geburtstages

Vielfältiges Repertoire

Der Posaunenchor Kirchboitzen beim Konzert in der St. Michaeliskirche. - Foto: Röttjer

Kirchboitzen - „Von Tuten und Blasen“ sehr viel Ahnung haben die Bläser des Posaunenchores Kirchboitzen. Sein Können stellte das knapp 30-köpfige Ensemble bei einer frühsommerlichen Abendmusik in der St. Michaeliskirche unter Beweis. Zu diesem Konzert war anlässlich des 90. Geburtstages eingeladen worden, den die Musiker zudem in einem Festgottesdienst am 23. September feiern.

Eine interessante Auswahl prägte den Konzertabend, auf den sich das Ensemble unter der Leitung von Uwe Gross bei den Proben akribisch vorbereitet hatte. „Das Programm mit Bläsermusik aus unterschiedlichen Epochen der Musikgeschichte wurde nach den Wünschen der Aktiven erstellt und zeigt die Vielfalt des Repertoires“, so Gross. Die Auswahl gefiel den Gästen, die mit viel Beifall die bemerkenswert homogene Leistung würdigten.

Das gut einstündige Konzert umfasste ältere geistliche Musik sowie einige moderne Bearbeitungen von Chorälen, Spirituals, Pop und Swing. Zwei Choräle eröffneten traditionell das Konzert, und nach der Begrüßung durch den Dirigenten zeigte das Ensemble bei zwei Spirituals sein Können, unter anderem bei „Just a Closer Walk with Thee“ von Richard Roblee. In seiner Moderation stellte Gross die Historie des Posaunenchores in den Kontext zur Musik.

An die Gründung wurde mit drei Werken aus dem Choralbuch von 1928 erinnert: „Das gläubige Jahr“, „Komme zum Heiland“ und „Die Sach ist Dein, Herr Jesu Christ“. Auch bei den modernen Choralbearbeitungen zeigten die Bläser ihr ganzes Können. Im Stil eines Tangos hatte beispielsweise Matthias Gromer (geboren 1963) „Sollt ich meinem Gott nicht singen“ gesetzt.

Beim Volkslied „Kein schöner Land zu dieser Zeit“ aus dem frühen 19. Jahrhundert sang die Gemeinde mit. Unter dem Motto „Beschwingtes und Festliches“ waren „Peacherine Rag“ und „Pineapple Rag“ von Scott Joplin, der „St. Blasius Boogie“ von Alfred Stroh und „Swinging Bear“ von Eric Mankel zu hören. Bei „The Prince of Denmark´s March“ von Jeremiah Clarke und H.-U. Nonnemann sowie den „Yellow Mountains“ von Jacob de Haan, einem als Arrangeur sinfonischer Blasmusik bekannten Niederländer, bewies das Ensemble, dass diese Titel auch ohne Holzblasinstrumente oder Schlagzeug hörenswert sind.

Musikalischer Abschluss des Abends war „Bleib bei mir, Herr“ des 1971 geborenen Traugott Fünfgeld.

Danach begann ein gemütlicher Abend mit Leckereien vom Grill, Getränken und Gesprächen, nicht nur über den Posaunenchor.

Einmütig hieß es, dass sich der Posaunenchor keine Sorgen um die Zukunft machen müsse, denn es gebe glücklicherweise genügend Nachwuchsbläser, die vor allem durch ein Repertoire mit moderner Musik bei der Stange gehalten würden. - rö

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