Stadt Walsrode beschließt Positiv-Haushalt in Rekordzeit

„Viel richtig gemacht“

An langen Tischen in mehreren Reihen sitzen Personen mit Masken
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Der Rat der Stadt Walsrode verabschiedete bei fünf Enthaltungen einen, wie es Sebastian Zinke sagte, „historisch guten Haushalt“.

Die Fusion der Orte Walsrode und Bomlitz wird dafür verantwortlich gemacht, das sich der Haushalt sehen lassen kann. Die guten Gewerbesteuereinnahmen trügen ein übriges dazu bei, hieß es auf der jüngsten Ratssitzung der Lönsstadt.

Walsrode – „Das habe ich bei einer Ratssitzung noch nie erlebt“, sagte der Walsroder Ratsvorsitzende Sebastian Zinke, als in absoluter Rekordzeit der Haushalt der Lönsstadt behandelt und mit nur wenigen Enthaltungen verabschiedet wurde. „Wir haben allesamt viel richtig gemacht, als wir, Bomlitz und Walsrode fusionierten. Wir haben vor allem Mut bewiesen, als wir uns für mehr Gewerbeflächen in beiden Orten entschieden und offensiv Ja dazu gesagt haben.“

Heute steht die Stadt Walsrode mit dem Industriestandort Bomlitz so gut wie lange nicht da. Man konnte in diesem Jahr bisher 24 Millionen Euro an Gewerbesteuer einnehmen und das vorgegebene Ziel der Kämmerin weit übertreffen, sodass die Stadt mit einem ausgeglichenen Haushalt in die nächste Zeit gehen kann. „Und das trotz der Pandemie. Wir dürfen auf dieses Ergebnis sehr stolz sein“, sagte Zinke. Er bedankte sich bei einer gut funktionierenden Verwaltung der Stadt, mit einer Bürgermeisterin, die weiß, wo die Fördertöpfe im Land stehen und die viele Millionen an Euro nach Walsrode geholt hat. Das gegenseitige Schulterklopfen war nur zu verständlich und nachvollziehbar.

Bürgermeisterin Helma Spöring wie auch Kämmerin Sylvia Hellberg hatten über die Zahlen des Haushaltswerks gesprochen, über die größten Haushaltsposten wie Personalkosten und erhebliche Sanierungsmaßnahmen in der Stadt, beispielsweise in den Schulen.

Walsrode wird im kommenden Jahr 16,85 Millionen Euro investieren

Der Personalaufwand schlägt mit rund 17 Millionen Euro zu Buche. Zurzeit beschäftigt die Stadt mit allen ihren Einrichtungen 377 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Bereitstellung der Kindergartenplätze für den Träger Heidekreis belastet den Haushalt mit einem Defizit von rund 7,6 Millionen Euro. Die Kreisumlage belastet den Haushalt mit 19,86 Millionen, „Das ist auch für uns viel Geld, auch wenn die Höhe der Kreisumlage unverändert bleibt. Sie ist aber auch wichtig, denn viele Gelder fließen wieder zurück in die Stadt“, sagte die Bürgermeisterin.

Walsrode wird im kommenden Jahr 16,85 Millionen Euro investieren. Die größten Maßnahmen sind der Ausbau des zweiten Bauabschnittes des Gewerbegebietes in Honerdingen und die Sanierung der Grundschule Benefeld sowie der Turnhalle der Grundschule am Markt. Für den Ausbau des Hilperdinger Weges werden 550 000 Euro eingeplant, für den Straßenausbau im Bomlitzer Baugebiet Barckheide 500 000 Euro. Geplant sind weitere Sanierungsmaßnahmen im Düshorner Rehrweg, im Bereich von Parkplätzen an der Stadthalle und für die Erschließung des Wohnbaugebietes in Vethem sowie für den Radweg nach Benzen. Mit der Sanierung des Alten Rathauses werde begonnen, und in der Eibia würden neue Brücken hergestellt. Und auch für die kommenden Jahre seien reichlich Bauvorhaben geplant. „Wir haben viel vor in unserer Stadt“, sagte die Bürgermeisterin.  mü

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