Fachtag „Frühe Hilfen“ im Heidekreis

Vernetzung zum Wohl der Kleinsten

Mitwirkende des Worldcafés und der Diskussion. - Foto: Heidekreis

Walsrode - Im Heidekreis ist lebendige Zusammenarbeit oft mit weiten Wegen verbunden. „Familien vielfältig und umfassend zu beraten, ist eine verantwortungsvolle, aber auch schöne Aufgabe“, schreibt der Landkreis in einer Pressemitteilung. Damit dies noch besser gelingt, hatte die Stabsstelle Netzwerkarbeit Frühe Hilfen des Heidekreises zu einem Fachtag „Frühe Hilfen“ in das evangelisch-lutherische Gemeindehaus in Walsrode eingeladen.

Nach Eröffnung durch Landrat Manfred Ostermann referierte Jens Hudemann, Diplom-Pädagoge aus dem Kinderschutzzentrum Oldenburg, zum Thema „Kultur und migrationssensibler Kinderschutz – Herausforderung und Chance“. Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund seien auch im Kinderschutz eine zentrale Zielgruppe. Er beleuchtete die Kinderschutzarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund sowie andere relevante Faktoren, wie zum Beispiel Folgen einer Fluchterfahrung und Informationsdefizite im Umgang mit den Familien. Es bedürfe in diesem Bereich einer engeren Zusammenarbeit von Jugendamt, freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, Kindertageseinrichtungen, Schulen, Migrationsberatungsstellen und im Sozialraum tätigen Akteuren sowie der Einbindung fachpolitischer Gremien.

Mitwirkende des Worldcafés gingen an mehreren Tischen den Fragen gelingender Vernetzung nach. Die Teilnehmer berichteten unter anderem, dass Gesichter zu kennen die Transparenz und Bereitschaft zur Veränderung fördere, ebenso die Neugierde und Offenheit. Zum Worldcafé gehören Kollegen aus den Fachgebieten Kinder- und Jugendhilfe, Justiz, Gesundheit, Frühe Hilfen, Sozialraumarbeit- und Migration.

Aus Göttingen sprach Dr. Ibrahim Özkan, Leitender Psychologe der Asklepios Fachklinik zum Thema: „Geflohen und dann? Umgang mit Familien – Was macht Migration mit Menschen in einem fremden Land?“.

Intensiver Austausch

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion, in der den Hürden, Möglichkeiten und Wünschen der Zusammenarbeit aus fachlicher Sicht nachgegangen wurde.

Engagierte Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen, dem Gesundheitsbereich, der Jugendhilfe, aus Beratungsstellen, der Kindertagespflege, der Migrationsberatung sowie Vertreter aus den Städten und Gemeinden nahmen an der Veranstaltung teil und nutzen die Möglichkeit, sich intensiv mit Kollegen auszutauschen und sich über Projekte zu informieren. Online bietet das Familienbegleitbuch ergänzende Wege, das auch als Web-App unter www.hk.familienbegleitbuch.de abrufbar ist.

Bei Fragen steht Susanne Schlote unter Telefon 05162/ 970-489 oder per E-Mail unter s.schlote@heidekreis.de zur Verfügung.

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