Zur aktuellen Situation in Gastronomie und Hotellerie

Dehoga-Kreisvorsitzender Jens Asche : „Vergesst euer Lieblingsrestaurant nicht“

Ein Mann steht vor einem Holzhaus.
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Einen deutlichen Appell richtet Jens Asche, Kreisvorsitzender der Dehoga, an die Politiker: „Lasst die Gastronomen und Hoteliers im Heidekreis nicht in Stich. Wir haben das beste Hygieneprogramm, das wir Tag für Tag umsetzen.“

Der Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Jens Asche, bedauert in einem Gespräch mit unserer Zeitung die „vorschnelle“ Handlungsweise der Regierung und weist darauf hin, dass dadurch die Brache in eine „gefährliche Schieflage“ geraten sei.

Heidekreis – „Das Weihnachtsgeschäft in der Hotellerie und im Gaststättengewerbe ist im Heidekreis zwar nicht gänzlich eingebrochen, aber wir haben 50 Prozent unseres normalen Geschäftes in dieser Zeit verloren“, sagt Asche.

2G-Plus sorgte für Unsicherheiten und Absagen

„Durch das Vorpreschen unseres Ministerpräsidenten, der auf 2G-plus umschalten wollte, gab es gerade bei den weihnachtlichen Zusammenkünften viele Stornierungen. Als die Aktion dann zurückgenommen wurde, war es fast schon zu spät. Eine große Unsicherheit in der Bevölkerung führte dazu, dass das Weihnachtgeschäft zwar nicht ganz ausfiel, aber viele Absagen zu erheblichen finanziellen Verlusten für die Betriebe führte. So etwas darf sich nicht wiederholen.“

Dabei habe die Gastronomie sehr sichere Hygienekonzepte entwickelt. „Vielleicht die besten überhaupt. Wir sind nicht die bösen Buben, wo man sich immer wieder einmal trifft.“

Es gehe schließlich um zahlreiche Arbeitsplätze

Asche fordert von der Politik, dass sie mehr auf diesen für den Heidekreis so wichtigen Berufszweig achtet. „Wir möchten unsere Betriebe erhalten, möchten, dass unser Nachwuchs bei uns bleibt und dass wir unsere gute Qualität erhalten können.“ Dazu müsse die Politik gerade in dieser Zeit beisteuern, sei es mit finanziellen Hilfen oder eben einfach nur mit vertretbaren Auflagen.

Asche hofft, dass sich die Pandemie mit der neuen Variante mehr und mehr abbaut und dass man im Frühjahr, wenn auch das Hotelgeschäft wieder einsetzt, wieder einigermaßen normal arbeiten kann. „Wir dürfen keinen Kaltstart im Juni wie im vergangenen Jahr haben, dann sehe ich schwarz für viele Bereiche der Gastronomie und Hotellerie im Heidekreis, die endlich einmal ernst genommen werden möchten.“ Schlussendlich gehe es um viele Arbeitsplätze im Landkreis, die verloren gehen würden.

„Lasst die Gastronomen nicht in Stich“, fordert der Kreisvorsitzende die Politik auf. Und wendet sich an alle Bürger: „Geht auch in dieser Zeit in euer Lieblingsrestaurant, auch wenn die Auflagen höher sind.“

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