Verantwortung für die Region

Krelinger Bauerntag: Verantwortung für die Region

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Moderator Gerhard Eimer, Jochen Oestmann, Gudrun Pieper und Referent Albert Rathjen (v.l.).

Krelingen - „Bäuerliche Familienbetriebe sind wichtig für vitale ländliche Räume.“ Das sagte der Landvolk-Vorsitzende im Kreisverband Lüneburger Heide, Jochen Oestmann aus Rethem, beim 29. Bauerntag im Geistlichen Rüstzentrum (GRZ) Krelingen. Weniger als die Hälfte der landwirtschaftlichen Betriebe hätten einen Hofnachfolger.

Der ländliche Raum brauche aber wirtschaftlich gesunde Unternehmen, die sich der Verantwortung für ihre Region stellten, so Oestmann. Dafür sei eine „Grundakzeptanz“ der Landwirtschaft in der Gesellschaft und in der Politik nötig. Außerdem müssten Betriebe bereit sein, neue Wege in der Unternehmensnachfolge zu gehen, die das „Erfolgsmodell Familienbetrieb“ sichern. Vor den rund 100 Besuchern des Bauerntages sprach sich Oestmann dafür aus, familienfremden jungen Landwirten die Übernahme eines Hofes zu ermöglichen und zu erleichtern. Kritisch äußerte sich Oestmann zur Übernahme landwirtschaftlicher Flächen und Betriebe durch Industrielle. Diese hätten oft keine Bindung zur Region.

„Gute Pflege kostet Geld“

In einem Seminar zum Thema „Pflege im ländlichen Raum“ forderte die CDU-Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper aus Schwarmstedt eine „menschenwürdige Pflege“. Politik, Einrichtungsträger und Kommunen seien gefordert, bessere Bedingungen für die Ausbildung von Pflegekräften zu schaffen, Pflegekräften mehr Anerkennung entgegenzubringen und sie besser zu vergüten. „Gute Pflege kostet Geld“, so Pieper. Eine Entbürokratisierung der Pflege, die mehr Zeit für den Menschen lasse, sei ebenfalls notwendig. Die CDU-Politikerin sprach sich dafür aus, der Vereinbarkeit von häuslicher Pflege und Beruf den gleichen Stellenwert beizumessen, wie der von Eltern mit Kleinkindern.

In einem geistlichen Wort sagte Superintendent Martin Runnebaum, Stadthagen, Martin Luther habe den Wert der christlichen Freiheit, die zum Handeln führt, neu entdeckt. Damals sei das christliche Leben „schweißtreibend“ und von eigener Anstrengung geprägt gewesen. Dem habe Luther das reformatorische „Der Glaube allein genügt“ entgegengesetzt.

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