Kreissparkasse Walsrode zieht Bilanz / Wettbewerbsdruck im Privatkundenmarkt

Ungebrochener Bauboom prägt Geschäftsjahr

Matthias Schröder (r.), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Walsrode, und Vorstandsmitglied Tim Nikelski. Foto: KSK

Walsrode – Der Jahresrückblick der Kreissparkasse Walsrode fällt insgesamt positiv aus und wird von einer erneut gestiegenen Kundenzufriedenheit getragen. Für Matthias Schröder, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Walsrode, ist das erfolgreiche Geschäftsjahr 2019 ein Beleg dafür, dass sich eine hohe Kundenzufriedenheit langfristig auszahlt. so die KSK in ihrer Pressemitteilung. „Die Sparkasse Walsrode gehört den Menschen in der Region. Deswegen stellen wir weiterhin unsere Kunden in den Mittelpunkt unseres Handelns“, betont Schröder.

Ein ungebrochener Bau-boom spiegele sich neben der Nachfrage nach gewerblichen Finanzierungen in der positiven Entwicklung des Kreditgeschäftes wider. Der Wert der Kundenkredite stieg auf einen Wert von 1 118,5 Millionen Euro. Die Risikosituation im gesamten Kreditportfolio der Sparkasse sei sehr positiv ausgewogen, berichtete Schröder.

Das Kreditinstitut reagiere auf die starke Nachfrage von Häuslebauern und entwickele mit der Tochtergesellschaft IH Immobilien Heidekreis Bau hochwertigen Wohnraum im Zentrum Walsrodes. Schröder nannte die Projekte Projekte „Am Stadtplatz“ und „Kleiner Graben“.

Den Trend zum Eigenheim habe auch das Tochterunternehmen GES (Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft) gespürt. Es meldet für 2019 nahezu ausverkaufte Baugebiete und ist in der Planung beziehungsweise Vorprüfung für neue Wohnbaugebiete in Bad Fallingbostel, Gilten, Jarlingen, Kirchboitzen, Krelingen, Marklendorf, Hodenhagen, Schwarmstedt und Walsrode.

Im gewerblichen Bereich beeinflusste das Immobiliengeschäft das Ergebnis positiv. Daneben hätten die Landwirte auf die KSK setzen können. Schröder betont, „dass die Branche der Landwirtschaft für uns unverändert ein wichtiger Partner ist.“

Im Kundengeschäft nutzten immer mehr Menschen Wertpapiere als Geldanlage. „In einem Umfeld von weiterhin sehr niedrigen Zinsen geben wir Tipps, wie das am besten funktioniert“, sagt Vorstandsmitglied Tim Nikelski. „Grundsätzlich geht es bei der Geldanlage darum, jetzt etwas für später zurückzulegen. Und unsere Aufgabe ist es, unsere Kunden genau dabei zu unterstützen.“

Die Kundeneinlagen stiegen im Jahr 2019 um 7,2 Prozent auf 959 Millionen Euro. Zum Thema Verwahrentgelte äußert sich Schröder: „Wir als Vorstand wollen das nicht. Wir können aber leider nicht in die Glaskugel schauen, was die Zinsentwicklung in den nächsten Jahren angeht.“ Definitiv für die Zukunft ausschließen könne die Walsroder Sparkasse das Thema Verwahrentgelte nicht.

Was das Kreditinstitut weiter stark belaste, seien steigende Bürokratiekosten. „Das Schlimme daran: es wird kein Unterschied zwischen der Größe einzelner Banken gemacht“, kritisiert der Sparkassen-Chef.

Im guten Gesamtergebnis bleibt der Bilanzgewinn mit 1,517 Millionen Euro nahezu konstant. Die Bilanzsumme stieg von 1 292 auf 1 467 Millionen Euro.

Insgesamt hat die Sparkasse die Region im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 650 000 Euro unterstützt, indem sie über Spenden, Sponsoring, den Reinertrag der Lotterie Sparen & Gewinnen und über ihre Stiftungen engagierte Menschen und ihre Projekte gefördert hat. Auf der Spendenplattform www.einfach-gut-machen.de/walsrode“ waren zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 144 Vereine registriert. Seit Einführung Mitte 2017 wurden 644 Spenden in einer Gesamthöhe von 130 966 Euro über die Plattform abgewickelt.

Für das Jahr 2020 rechnet der Vorstand mit einem leichten Rückgang der Ertragslage und mit einem Rückgang des Zinsertrags. „Wir gehen positiv in dieses Jahr, weil wir mit einem motivierten Team die besten Voraussetzungen haben, die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern. Das ist unser Antrieb“, so Schröder. „Ein steigender Wettbewerbsdruck und anhaltend niedrige Zinsen, gepaart mit immer mehr Bürokratie-Anforderungen, zeigen auf, dass es in den nächsten Jahren für uns anspruchsvoll bleibt“, sagt Schröder.

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