„Über Zäune schauen“ / Ehepaar Krieg öffnet seinen Garten für Besucher

Viele nette Kontakte zu Gleichgesinnten

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Das Grundstück in Honerdingen wirkt wie ein kleines Stück Schweden.

Honerdingen - Der Blick über den weißen Gartenzaun und hinter die hohen Hecken hat sich gelohnt, darin waren sich die Besucher des Gartens von Kerstin Meyer-Krieg und Ulli Krieg in Honerdingen einig. Das Ehepaar ist Mitglied im Verein „Über Zäune schauen“ und öffnete seinen Garten für Besucher. Die Kriegs genießen solche Tage und die entstehenden Gespräche genauso wie die vielen Besucher.

Bis Mitte August besteht im Rahmen der beliebten Aktion an jedem Wochenende die Möglichkeit, Gärten im Heidekreis zu besichtigen. Und auch danach gibt es einige Termine. Über 59 Zäune dürfen Interessierte in diesem Jahr mehr als nur einen Blick werfen. Die kleinen grünen Paradiese der Gastgeber stehen anderen Hobbygärtnern offen.

Für Ulli Krieg wäre es früher undenkbar gewesen, fremde Menschen massenweise in seinen geliebten Garten zu lassen. „Wir sind genötigt worden“, erinnerte er sich lächelnd. Irgendwann habe ein Zettel im Briefkasten gelegen: „Ihr Garten ist so schön. Bitte melden Sie sich.“ Der Zettel stammte von Marita Eichler, die einst die Aktion „Über Gärten schauen“, ins Leben gerufen hat und mittlerweile Vorsitzende des gleichnamigen Vereins ist, der Anfang des Jahres gegründet wurde.

Kriegs wagten den Versuch und revidierten ihre Meinung. „Es ist nichts kaputt gegangen, alles war toll“, erinnert sich der Hobbygärtner an den ersten Termin. seien daraus entstanden, und entsprechend gut gelaunt begegnen sie den Besuchern.

„Wir gucken uns auch gerne andere Gärten an und klauen uns manchmal Ideen“, sagt Ulli Krieg. Das dürfen andere bei ihm und seiner Frau genauso, und so musste er insbesondere viele Fragen zu den verschiedenen Bachläufen im Garten beantworten. Seine Frau war nicht weniger gefordert, denn schnell war jedem Besucher klar, dass hier sehr erfahrene und leidenschaftliche Gärtner am Werk sind.

Das 870 Quadratmeter große Grundstück wirkt wie ein kleines Stück Schweden in Honerdingen. Das vor 15 Jahren errichtete Haus im skandinavischen Stil und rundherum ein Garten, der einen in Staunen versetzt. Für Volker Christoph ein gutes Beispiel, was man aus einem „Neubaugarten“ machen kann. Die seien sonst immer nur „quadratisch, praktisch, gut“.

Sich einfach mal ein Bild machen wollten Marlies und Rudolf Viebrock. „Wir haben selbst auch einen großen Garten. Das hier ist super, aber viel, viel Arbeit“, so die Rentnerin aus Walsrode. Für Gabriele Quinque waren persönliche Gründe Anlass des Besuchs: „Ich habe Karin viele Jahre nicht gesehen. Beim letzten Besuch war der Garten kaum mehr als ein großer Sandhaufen.“

„Das geordnete Durcheinander“, beeindruckte Stefanie Hallensleben, die mit ihren Töchtern Emma und Sophie gekommen war. Zuhause wird gemeinsam im Garten gearbeitet. Einfach mal gucken und sich inspirieren lassen, war das Ziel des Trios. Im Carport-Cafe konnten sie ein wenig bei Getränken und heißen Waffeln verweilen oder Hüte und Nistkästen erwerben. Die Einnahmen aus dem Café und dem Verkauf von Pflanzen kommen der Kinder-Koval-Hilfe zu Gute.

Alle weiteren Termine und Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.ueber-zaeune-schauen.de.

wb

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