250 freiwillige Helfer dabei

Typisierungsaktion für Stephan Wagner ein Erfolg - 2465 Neuregistrierte

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Der Andrang in der Walsroder Stadthalle ist mit „unglaublich“ nur schwer zu beschreiben.

Walsrode - Was an diesem Samstag in der Stadthalle passierte, lässt sich eigentlich nicht so recht in Worte fassen. Alfred Suhr, Walsrodes stellvertretender Ortsbrandmeister, bringt es begeistert dann aber doch auf den Punkt: „Das ist einfach nur Bombe!“

Jeder weiß, was damit gemeint ist: der überwältigende Erfolg der Typisierungsaktion, zu der die Feuerwehr Walsrode aufrief. Im Mittelpunkt der Aktion steht Stephan Wagner, ein junger Familienvater, der sich plötzlich mit der Diagnose Leukämie konfrontiert sah. Wagner ist Ortsbrandmeister in Walsrode und als solcher natürlich bestens bekannt.

Wer die Feuerwehr kennt, weiß, dass sie zielgerichtet handelt. Gemeinsam mit den Kameraden der Walsroder Wehr ging es also direkt an die Planung einer Typisierungsaktion für ihren Chef. „Es müsste doch ein genetischer Zwilling zu finden sein, der gesunde Stammzellen spenden kann“, dachte sich Alfred Suhr.

Was dann geschah, kann man getrost als unglaublich, aber zum Glück auch als wahr bezeichnen. Von überall her strömten die Menschen. Schon kurz nach Beginn schrieb Feuerwehrpressesprecher Jens Führer: „Die Beteiligung ist überwältigend. Mittlerweile hat sich eine lange Schlange bis nach draußen gebildet.“

250 freiwillige Helfer packen mit an

Auch über 250 freiwillige Helfer von Feuerwehren, Rettungsdiensten, der DLRG, aus dem Heidekreisklinikum, von der Firma Wipak als Arbeitgeber von Stephan Wagner und Privatpersonen trugen ihren Teil zum Erfolg der Aktion bei. Neben der personellen Unterstützung haben aber diverse Sach- und Geldspenden die Veranstaltung erst ermöglicht.

Auf 1 500 Freiwillige hatten die Organisatoren an diesem Tag gehofft. Doch schon zur Halbzeit wurden erste Vermutungen laut, dass diese Schätzung wohl um einiges nach oben korrigiert werden müsste. Am Ende waren es 2 465 Menschen, die einen Wangenabstrich machen ließen. 

Zeitweise bildeten sich lange Schlangen vor der Halle.

Die Proben werden in den kommenden Wochen im Labor untersucht, um die Genmerkmale festzustellen und somit als potenzieller Spender in das zentrale Knochenmarkspenderegister aufgenommen zu werden.

„Wir haben mit zwölf Tischen à drei Plätzen, an denen man sich registrieren lassen kann, begonnen“, sagt Feuerwehrsprecher Thomas Klamet. „Nach kurzer Zeit konnten wir dann schon auf 25 Tische mit drei Plätzen erhöhen. Als Helfer sprangen kurzfristig Freiwillige ein“, ergänzt erfreut „Hallenmeister“ Heinz Plesse. Mit einer weiteren Geste umfasst er den ganzen Saal der Stadthalle: „Ich bin begeistert!“

Jede Typisierung sei eine Chance

Fragt man die potenziellen Spender, die zur Typisierung anstehen, nach ihrer Motivation, hört man unisono: „Wir sind hier, damit Stephan Wagner eine reelle Chance erhält, wieder gesund werden zu können. Und es ist ja auch klar, dass nicht nur er davon profitiert, sondern ja noch viele andere, die Stammzellen benötigen.“ 

Auch Annika Schirmacher von der DKMS wertet die Aktion als vollen Erfolg. „Aktionen mit über 2000 typisierungswilligen Spendern finden nicht allzu häufig statt. Jede Typisierung ist eine Chance mehr auf ein neues Leben für Blutkrebspatienten.“

as

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