Bewässern vermeiden

Wasserverband appelliert an Kunden: Trinkwasser sparsam und überlegt einsetzen

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Die Stadtwerke Böhmetal und die übrigen Wasserversorger des Heidekreises bitten um einen sorgsamen Umgang mit dem Trinkwasser.

Wird das Trinkwasser in Walsrode knapp? Noch vor kurzem herrschten Höchsttemperaturen nahe der 40-Grad-Marke. Seitdem hat es immer noch keine nennenswerten Niederschläge gegeben. Die Wasserwerke der Stadtwerke Böhmetal beziehungsweise des Wasserverbandes Heidekreis hätten während der heißen Tage die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erreicht, teilen die Stadtwerke auf Anfrage mit.

Walsrode - Bereits im Juni sei der Trinkwasserverbrauch spürbar in die Höhe geschnellt. Betrage die durchschnittliche Tagesabgabemenge beider Versorger rund 12.000 Kubikmeter, so seien kürzlich Spitzenverbräuche von fast 20.000 Kubikmeter in 24 Stunden erreicht worden.

Auch wenn der Grundwasserpegel davon noch nicht betroffen sei, habe der Mehrverbrauch deutliche Auswirkungen auf die Auslastung der gesamten Technik in den Wasserwerken gehabt, die bei dieser Abnahmesteigerung im Grenzbereich arbeite. Stadtwerke und Wasserverband appellieren deshalb an alle Kunden, Trinkwasser sparsam und überlegt einzusetzen.

Bewässern vermeiden

Auf das Befüllen von Pools und das Bewässern von Gärten oder Rasenflächen solle bei Hitze möglichst verzichtet werden, sofern dazu Trinkwasser aus dem öffentlichen Versorgungsnetz notwendig sei. Das gelte selbstverständlich auch für Sportplätze und Parkanlagen.

Trockenperioden würden als eine Folge des Klimawandels in den nächsten Jahren die Trinkwasserbereitstellung verändern, blicken die Stadtwerke in die Zukunft. Die Folgen für den Grundwasserstand, die Wasseraufbereitung und nicht zuletzt die Verteilanlagen und deren Leistungsfähigkeit seien wesentliche Bewertungsgegenstände.

Die Stadtwerke Böhmetal und der Wasserverband Heidekreis arbeiten schon seit mehreren Jahren daran, durch den Ausbau der Zusammenarbeit die Trinkwasserversorgung für den südlichen Heidekreis auch langfristig sicherzustellen. Ohne zusätzliche Investitionen in die technischen Anlagen und die Erschließung weiterer Gewinnungsgebiete sei dies erkennbar nicht möglich.

Trinkwasserversorgung weltweit betrachtet

In Deutschland und vielen anderen Industrienationen sei die Versorgung mit Trinkwasser, dem Lebensmittel Nummer eins, so selbstverständlich geworden, dass sie als Dienstleistung für Gesundheit und Lebensqualität kaum wahrgenommen werde. In anderen Regionen des Globus sei dies nicht so – rund ein Viertel der Weltbevölkerung habe keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. „Grund genug für uns, mit diesem kostbaren Gut wohlüberlegt umzugehen“, so Matthias Kerl, Pressesprecher der Stadtwerke Walsrode.  mü/ke

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