Treffen der IFA-Familie Aller-Leine-Tal und der Simson-Freunde Walsrode

40 „Rennpappen“ auf Tour

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Bei diesem Anblick schlug so manches Herz höher.

Kirchboitzen - Im normalen Straßenverkehr erregen „Trabis“ 25 Jahre nach der Deutschen Einheit kaum noch Aufsehen. Die kultigen Zweitakter werden erst dann beachtet, wenn sie in einer Kolonne unterwegs sind. Am Wochenende unternahm ein Tross von etwa 40 „Rennpappen“ eine gemeinsame Ausfahrt von Kirchboitzen nach Bad Fallingbostel zum britischen Militärmuseum und zurück.

Es handelte sich um einen der Programmpunkte des von der IFA-Familie Aller-Leine-Tal und der Simson-Freunde Walsrode organisierten vierten Treffens, diesmal auf dem Hof Helmke in Kirchboitzen. „Die Zahl der Teilnehmer ist stetig gewachsen, und beim dritten Treffen zeichnete sich ab, dass das Gelände an der Rethemer Fähre für eine Erweiterung nicht mehr ausreichen würde“, erläuterte Steffen Portele seitens der IFA-Familie.

Mit dem Hof Helmke hätten sie zwar ein adäquates Gelände gefunden, so Portele, aber leider nur einmalig. Der Verein ist auf der Suche nach einem geeignetem Platz. Ein ganzes Jahr hatte sich die IFA-Familie auf dieses Wochenende vorbereitet und sehr viel Zeit vor Ort verbracht, um den Platz herzurichten. Etwas nervös wartete das Organisationsteam dann auf die ersten Gäste, die mit ihren urigen Fahrzeugen auf den Platz tuckerten.

Verleihung

von Pokalen

Schließlich waren es mehr als 50 Trabis und Wartburgs, Simson-Mopeds sowie weitere Fahrzeuge, die in der ehemaligen DDR das Straßenbild geprägt hatten, die im Halbkreis auf dem Platz standen.

Die Fahrer und Beifahrer kamen aus dem norddeutschen Raum, aber auch aus den neuen Bundesländern. „Unser Treffen zählt in den alten Bundesländern schon zu den größeren Veranstaltungen. Und wenn auch in den neuen Bundesländern die Beteiligung oft größer ist, brauchen wir einen Vergleich nicht zu scheuen“, so Portele.

Beim Besuchertag fanden sich trotz zweier kurzer und heftiger Regenschauer zahlreiche Gäste ein. Verschiedene Aktionen, darunter eine Trabi-Fahrstunde auf einem Parcours, wurden angeboten. Die jüngsten Besucher tobten sich auf einer Hüpfburg aus oder nahmen Buntstifte in die Hand und malten. Lose für eine Tombola mit vielen Preisen fanden schnell Abnehmer. Der Erlös fließt zu gleichen Teilen dem Kinderspielkreis Kirchboitzen sowie einer Krebshilfe zu.

Abends standen bei der Party die Verleihungen einiger Pokale auf dem Programm. Bei den Simson Mopeds sicherten sich Christian Kutzner (schönster Star), Marco Kretschmann (Original Spatz und Tuning) sowie das Duo David Grossmann (bester Umbau) die Pokale. Geehrt wurden David Grossmann und Freunde als Pechvogel. Sie hatten sich auf der Ausfahrt verfahren. Für die weiteste Anreise erhielt Manuela Richter einen Pokal. Sie war mit ihrem Trabant 1.1. und den Töchtern Meine und Mariella aus Chemnitz angereist.

Pokale gab es für den schönsten Trabant von Steffen Rahmlow, für den Original-Trabant des Baujahres 1977 von Christian Kutzner sowie den besten Umbau eines Trabant 1.1 von Marco Kretschmann. Im Bereich Tuning waren Sebastian Sonntag und Mellisa Gaebel mit einem Trabant 601 erfolgreich, und das schönste Gespann, einen Trabant P50, stellte Reinhard Fraenkel vor. Hier war Christian Heiden mit einem Trabant 601 der Pechvogel. An seinem Gefährt riss bei der Ausfahrt der Keilriemen.

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