„Theatergruppe von de Füerwehr Nordkampen“ begeistert ihr Publikum

Ganz alltäglicher Wahnsinn

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Das Ensemble lief in Nordkampen bei der Premiere zur Höchstform auf.

Nordkampen - „Nach acht sehr schönen Jahren im Schützenhaus in Südkampen sind wir wieder daheim und freuen uns riesig darüber“, so Volker Langrehr von der „Theatergruppe von de Füerwehr Nordkampen“ in seiner Begrüßung der Gäste, die sich am Wochenende bei der aktuellen Inszenierung des Ensembles so richtig amüsieren wollten. Die Bühne war im Nordkämper Dörpshus aufgebaut worden.

Die vielen Zuschauer wurden in ihrer Erwartungshaltung nicht enttäuscht, denn das Ensemble lief zur Höchstform auf und lieferte Theatervergnügen pur.

Ein Brüller war die Inszenierung der Gaunerkomödie „Verdreihtes Diamantenroulette“ von Martina Röhricht, die von Wolfgang Binder ins Plattdeutsche übersetzt wurde. Beschrieben wird der ganz alltägliche Wahnsinn in einer psychiatrischen Anstalt. Dass in dieser Komödie zwölf Rollen zu besetzen waren, bereitete der Gruppe keine Sorgen; es fanden sich genug Akteure.

Im Mittelpunkt stand ein Gaunertrio, dass sich unter einem Vorwand in die Anstalt einweisen ließ. Von hier aus sollte ein „Bruch“ in das benachbarte Juweliergeschäft gestartet werden. Uwe Langrehr gab den Modezaren Moshauer, Andrea Bockelmann hatte angeblich Angst vor Außerirdischen und Volker Langrehr war als Don Quijote auf der Suche nach dem Knappen Sancho Pansa und Dulcinea. Jan Meyer spielte schließlich einen Kommissar, der als Nonne verkleidet in der Anstalt aufkreuzte. Das Schicksal nahm seinen Lauf, als Moshauers Tochter (Merle Harre) auftauchte. Sie hatte den Juwelier (Hannes Scheele) becirct und ihm einige Geheimnisse über Diamanten entlockt.

Das Personal, Dörte Kamermann als Psychiaterin, Heidi Grubert als Ärztin, Andreas Heimsoth als Hausmeister sowie Britta Stöckmann als Putzfrau und Ulrike Müller als Krankenschwester, ahnte nichts von der Gaunerei. Liv Kamermann spielte eine Patientin, bei der sich zum Finale herausstellte, dass sie wohl nicht so geistig verwirrt war, wie es den Anschein hatte.

„Verdreihtes

Diamantenroulette“

Nach dem Bruch wurde der Beutel mit den wertvollen Diamanten in der Klinik versteckt. Am nächsten Morgen war er verschwunden, tauchte aber überraschend wieder auf. Was es damit auf sich hatte und welche Wendungen sich in diesem Trubel ergaben, soll nicht verraten werden.

Mit viel Spielwitz begeisterte das Ensemble die Zuschauer, die die schauspielerischen Leistungen mit Szenenapplaus sowie anhaltendem Beifall würdigten.

Regie und Gesamtleitung lagen in den Händen von Heidi Grubert, Dörte Kamermann und Volker Langrehr. Für die Regieassistenz und Beratung war Jörg Scheele zuständig. Als Souffleusen amtierten Gisela Lange und Heidi Langrehr, und in der Maske/Frisuren waren Svenja Stöckmann und Silke Hartstock tätig. Viele Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf und der Dank galt den vielen Spendern, die mit Utensilien fürs Bühnenbild die Gruppe unterstützen.

Für die Vorstellung am Sonnabend, um 19 Uhr, sind noch wenige Karten erhältlich.

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