Höchstleitungen beim „SnowCup“ des Schützenvereins Südkampen

Matthias Glinke sorgt mit 1055,5 Ringen für neuen Rekord

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Einen Hauch Internationalität brachte Elke Seeliger, Teilnehmerin der Paralympics in Rio, mit nach Südkampen. In Rio gehörte war sie eine der besten Deutschen Schützinnen. - Fotos:

Südkampen - Rund 27 000 Schüsse gaben 246 Starter in 47 Stunden über vier Tage in fünf Disziplinen beim „SnowCup“ auf der Schießsportanlage des Schützenvereins Südkampen ab. Die imposante Veranstaltung entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Termin für alle Schießsportfans aus dem Breiten- und Leistungssport. Die besondere Herausforderung ist es, die Konzentration über zwei Stunden hinweg am Limit zu halten, müssen die Teilnehmer in Südkampen doch das Zweieinhalbfache eines eigentlichen Wettkampfprogramms absolvieren.

Neben zahlreichen Breitensportlern nutzte auch der Nachwuchskader des Niedersächsischen Sportschützenverbands den „SnowCup“ zur Vorbereitung auf die anstehenden Meisterschaften. Ebenso finden viele Leistungssportler der nationalen Spitze den Weg nach Südkampen und haben dabei das Saisonfinale in der Bundesliga bereits in Visier.

Internationale Erfahrungen weist Elke Seeliger vom SV Stuhr aus. Die Rollstuhlfahrerin nahm 2016 bei den Paralympics in Rio de Janeiro teil. In der Disziplin über zehn Meter mit dem Luftgewehr belegte die 45-Jährige Platz elf und war damit beste Deutsche. Den Südkämper „SnowCup“ baut Seeliger seit vielen Jahren als feste Einheit in ihren Wettkampfplan ein.

Seriensieger Christian Oehns (SV Wathlingen) verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr mit 939 von 1000 möglichen Ringen. Dicht auf den Fersen lag ihm Jan Hendrik Hennies vom SV Torardor Bierde. Erst mit dem letzten Drittel verpasste Hennies die Chance, den Seriensieger zu übertrumpfen.

Pistolenschütze Jan Hendrik Hennies mischte bei den Bundesligastars mit.

Den möglichen Sieg verfehlte er am Ende um neun Ringe und belegte Rang drei, ringgleich mit einer weiteren Bundesligaschützin, Sarah Kiesewetter vom SV Wathlingen.

Bereits am ersten Tag erzielte Bianca Glinke, die in der Bundesliga für den KKSV Nordstemmen vor die Scheiben tritt, mit 991 Ringen ein uneinholbares Ergebnis mit dem Luftgewehr.

Glinke auf Weltklasseniveau

Die ehemalige Juniorenwelt- und Europameisterin mit der Armbrust und Weltrekordhalterin bewies, dass sie auch in dieser Disziplin Weltklasseniveau hat. Mit ihren ersten 26 Schüssen traf sie die 10,0 oder besser. In vier von zehn Serien zielte die 21-Jährige ohne Fehler und erreichte die optimale Ringzahl von 100.

Mit etwas mehr als 20 Ringen Rückstand landete Carina Plath vom SV Süderwalsede auf dem dritten Platz. Als beste einheimische Gewehrschützin traf Franziska Höper vom SV Vorwalsrode 967 Ringe und belegte Rang vier.

Matthias Glinke vom SV Rohden schoss mit dem Luftgewehr 1055,5 von 1090,0 möglichen Ringen und stellte damit am letzten Wettkampftag einen neuen Standrekord beim Südkämper „SnowCup“ auf. Gleich um 2,3 Ringe schraubte Glinke den von Heidrun Schäfer (SV Ottersberg) im Vorjahr aufgestellten Rekord damit nach oben.

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