60 Jahre Bundespolizei in Walsrode

Mit Stolz auf das Erreichte geblickt

+
Helma Spöring überreichte Polizeidirektor Reinhard Voss (l.) die Fahne in einer feierlichen Zeremonie.

Walsrode - Einmal in seiner 60-jährigen Geschichte bangte der Standort der Bundespolizei in Walsrode um seine Existenz. 1984 sollte der damalige „Bundesgrenzschutz“ in Walsrode aufgelöst werden.

Doch 10. 000 Walsroder machten nicht mit, sammelten Unterschriften und zogen nach Bonn. Zwei Jahre später wurde die Entscheidung durch den Minister rückgängig gemacht. Seitdem hat sich die Bundespolizei in der Löns-Stadt ständig entwickelt.

In den vergangenen zehn Jahren, so Reinhard Voß, Leiter der Bundespolizei Walsrode, seien mehr als zehn Millionen Euro investiert worden. „Und die Ausbildungszahlen sind rekordverdächtig angestiegen. Zurzeit sind 550 Anwärterinnen und Anwärter in der Ausbildung. Wir müssen sogar auslagern.“

Es waren markante, aber auch feine Töne, die den festlichen Kommers im Hilperdinger Saal prägten. Über 400 Gäste waren gekommen, unter ihnen Sozialministerin Cornelia Rundt, Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring und viele mehr.

Natürlich fehlte das Bundespolizeiorchester Hannover nicht. Es hat im Laufe der Zeit bereits 100 000 Euro für karitative Einrichtungen in der Stadt erspielt.

Ministerin Rundt wies in ihrem Grußwort auf die ständig wachsende Bedeutung der Bundespolizei hin und stellte fest, dass die Belastung der Beamtinnen und Beamten immer größer werde. „Gut ist es, dass Sie als Bundespolizei ein neues Fürsorgekonzept für Ihre Beamten entwickelt haben.“

Der Präsident der Bundespolizeiakademie, Alfons Aigner, sprach von einem größer werdenden Betätigungsfeld seiner Beamtinnen und Beamten. „Wir werden zu zentralen Themen immer heftig von der Gesellschaft gefordert.“ Deshalb sei es nur gut, dass der Staat die Zahl der Einstellungen erheblich erhöht habe. Das Interesse an Arbeitsplätzen bei der Bundespolizei sei groß: In diesem Jahr lägen schon 21 000 Bewerbungen vor. „Wir werden gut aussuchen.“ Aigner sprach dem Ausbilder-Team einen besonders herzlichen Dank aus. „Wir können auf das, was wir hier erreicht haben, ein wenig stolz sein.“

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Übergabe der Schecks aus dem Neujahrskonzert des Bundespolizeiorchesters an Dr. Sirus Adari vom Onkologischen Arbeitskreis und an Martin Schilff von der Bundespolizeistiftung. Außerdem überreichte Spöring eine Traditionsflagge an „ihre“ Bundespolizei, vertreten durch Polizeidirektor Reinhard Voss, Leiter des Walsroder Aus- und Fortbildungszentrums. Spöring bedankte sich für den Einsatz des Ausbildungszentrums in Walsrode und sprach die Hoffnung aus, dass die Bundespolizei noch viele Jahre in der Stadt bleiben möge: „Sie gehören einfach zu uns.“ - mü

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Pariser Gipfel drängt Wirtschaft zum Klimaschutz

Pariser Gipfel drängt Wirtschaft zum Klimaschutz

Gewaltige Explosion in Österreich - Lieferengpässe bei Gas

Gewaltige Explosion in Österreich - Lieferengpässe bei Gas

Clemens Fritz im Interview: „Ich möchte von Frank lernen“

Clemens Fritz im Interview: „Ich möchte von Frank lernen“

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Das sind die Luxusautos der Fußball-Stars

Meistgelesene Artikel

Heidekreis zeichnet verdiente Ehrenamtliche aus

Heidekreis zeichnet verdiente Ehrenamtliche aus

Mitgliederversammlung des Vereins Heide-Werkstätten

Mitgliederversammlung des Vereins Heide-Werkstätten

Marlene Jaschke tritt in Walsrode auf

Marlene Jaschke tritt in Walsrode auf

Fußgängerin wird bei einer Kollision auf der Straße getötet

Fußgängerin wird bei einer Kollision auf der Straße getötet

Kommentare