Ministerpräsident besucht Walsrode /

Stephan Weil: „Dieser Tag war für mich ein Traum“

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Stephan Weil wurde in Altenboitzen von Carsten Recht (r.) von der Böhmetalbahn begrüßt.

Walsrode - Stephan Weil besuchte am Mittwoch den Heidekreis. Der Ministerpräsident und seine Gastgeber warfen sich am Mittwoch die Komplimente nur so zu, scherzten, behandelten aber auch intensiv die Probleme des Landkreises.

Weil kam eng mit der Bevölkerung zusammen, führte viele Gespräche und packte kräftig mit an, als es darum ging, in der Waldgaststätte Eckernworth Teller und Gläser aufzuwaschen. Er besuchte den Waldkindergarten im Stadtwald, hörte, dass Eltern Angst vor dem Wolf haben und testete am Nachmittag die Böhmetalbahn auf einer kurzen Fahrt durch die „böhmischen Wälder“ und über den Jordan. Auf Anregung der Walsroder, die Bahn gleich mit dem Weltvogelpark zu verbinden, sagte der Ministerpräsident: „Warum eigentlich nicht.“

Am Abend, beim informativen Bürgerforum im Domkreuger in Kirchboitzen, zog Weil Bilanz: „Sie haben solch einen großartigen Landkreis, der noch näher zusammenrücken sollte. Sie sind hier so gut aufgestellt.“ Er bezeichnete Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring als „meinem Joker hier in diesem Dorf“.

Weil sagte, dass das Land schon aus Kostengründen das Angebot gemacht habe, das Klinikum zu zentralisieren, auch, um noch mehr Qualität in den Heidekreis zu bekommen. Die Entscheidung werde am 12. oder 13. Juni gefällt, sagte Gudrun Pieper.

Kräftig am Wirbeln war Weil in der Waldgaststätte Eckernworth. „Das habe ich noch nie gemacht“, sagte er. 

Themen waren der Wolf, der Tourismus im Heidekreis und Bebauungsbestimmungen in den Ortsteilen. Hier gebe es, so ein Redner, großen Nachholbedarf, „sonst sterben unsere Orte aus“. Viel Unverständnis gab es bei den Gästen für die Telekom, die im Bereich der Digitalisierung „beschämend“ blockiere. Auch Weil übte Kritik: „Ich war kürzlich in Südafrika, da geht heute schon viel mehr.“ Er setzte sich für den Reformationstag als Feiertag für Niedersachsen und ganz Norddeutschland ein, „damit die Kirchen weiter zusammenrücken.“ Außerdem sprach er über Inklusion in der Schule, wusste auf die vielen Fragen aus allen Richtungen immer eine gut sortierte und verständliche Antwort. Weil will auch bei dem von den Kirchboitzern gewünschten, „ganz einfachen Rad- und Fußweg Richtung Verden“ nachfassen. Bisher habe die Straßenverkehrsbehörde aus Verden immer einen Riegel vorgeschoben, hieß es.

„Ich nehme viel nach Hannover mit“, sagte der Ministerpräsident. Dieser Tag habe ihm zahlreiche Informationen gebracht, nicht nur, dass es hier die Freizeitparks als touristische Highlights gebe, sondern nun auch die Böhmetalbahn. 

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