Eltern aus ganz Walsrode erhalten Briefe

Start der Befragung zur IGS

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Bürgermeisterin Helma Spöring und Landrat Manfred Ostermann hoffen, dass viele Eltern die ausgefüllten Fragebögen zurückschicken.

Walsrode - 856 Briefe hat der Landkreis am Montag verschickt. Es handelt sich um die Anschreiben und Erfassungsbögen für die Elternbefragung zum Thema IGS Walsrode. Alle Eltern von Schülern der ersten, zweiten und dritten Klassen sowie der Jungen und Mädchen im letzten Kindergartenjahr im Bereich Walsrode sind aufgerufen, ihr Kreuz bei der von ihnen bevorzugten Schule für ihr Kind zu machen. Bis zum 24. Mai sollen die Fragebögen wieder beim Landkreis eingetroffen sein. Ein frankierter Rückumschlag liegt den Briefen bei.

Das Ergebnis der Befragung soll am 26. Mai vorliegen. 96 Stimmen werden für die Einrichtung einer IGS benötigt. In einem Pressegespräch äußerten sich Landrat Manfred Ostermann und Walsrodes Bürgermeisterin Helma Spöring zum Thema. Die Frage sei, was die Schulbehörde sage, wenn es 95 Kreuze gebe, sagte Ostermann. Wichtig sei, dass möglichst viele Eltern an der Befragung teilnehmen.

„Der Prozess wird wachsen“, sagte Ostermann zur Entwicklung einer möglichen IGS. Es sei nicht so, dass ein Schalter umgelegt werde. Wenn eine Idee gelebt werde und es das Angebot gebe, nehme auch das Interesse zu. Als es im Jahr 2000 um die Ganztagsschule gegangen sei, hätte zunächst niemand etwas davon wissen wollen.

Spöring erklärte, dass die Übergangsquoten von Klasse vier zum Gymnasium im Landkreis sehr unterschiedlich seien. Die Spannweite reiche von 45 Prozent in Walsrode bis zu 25 Prozent in Rethem. Hierbei spiele möglicherweise die Entfernung eine Rolle. Und obwohl die Oberschule Walsrode einen gymnasialen Zweig habe, besuchten diesen nur wenige Schüler. Dabei sei es das Ziel, mit der integrierten Schulform grundsätzlich auch viele Schüler mit Gymnasialniveau anzusprechen.

Eine Vierzügigkeit für die IGS komme nicht in Betracht, betonte die Bürgermeisterin. Bei einer Fünfzügigkeit gebe es auf alle Fälle genügend Luft für alle Walsroder Schüler. Zu einem Losverfahren werde es dann gar nicht erst kommen. Wichtig sei es, den Elternwillen zu respektieren, forderte Ostermann.

Was den Schulstandort Rethem angehe, sollte man einfach mal die Entwicklung abwarten. Es gebe viele Eltern, die kleine Einheiten bevorzugten und für die die Nähe wichtig sei. „Wenn das Kind das Potenzial für das Gymnasium hat, ist es zumindest älter, wenn es erst später die Schule wechselt.“ Er betonte, dass momentan nur neun Schüler des Jahrgangs 5 aus Kirchboitzen die Rethemer Schule besuchten. Zuletzt hätten jeweils 50 Prozent der Kirchboitzer Kinder das Gymnasium und die Oberschule Rethem besucht.

Der Landrat wies darauf hin, dass die Zahl der Grundschüler in der Allerstadt abnehme. Trotzdem sei der Standort nicht zwingend in Gefahr. Er wies auf die Entfernung nach Walsrode hin.

Ein erzwungener Schulbesuch von Schülern in Rethem könne sich als Bumerang erweisen, weil viele Eltern dann das Gymnasium anwählten, um in Walsrode zur Schule gehen zu können, warnte der Landrat. „Ich plädiere für eine freiwillige Lösung.“ Spöring pflichtete ihm bei. Ostermann erinnerte daran, dass unter anderem auch die Vethemer nach Rethem fahren müssten. „Da kommt nicht bei allen Eltern Freude auf.“ Laut Schulgesetz sei der Standort nur in Frage zu stellen, wenn es weniger als zwölf Schüler für die Klassen 5 bis 10 gebe, so Ostermann.

Die Bürgermeisterin erklärte, dass es ihrer Ansicht nach klug gewesen wäre, den gesamten Südkreis zu befragen. Das hätten die angrenzenden Kommunen jedoch nicht gewollt. Sie respektiere auf jeden Fall das Ergebnis. Es gehe nicht darum, taktisch zu wählen und in drei oder vier Jahren neu zu diskutieren. Das werde nicht passieren. „Wenn die Eltern wollen, dass die Oberschule erhalten bleibt, entwickeln wir den Standort weiter. Es drängt uns keiner. Wir haben Platz.“

Grundsätzlich müssten sie an die Gesamtplanung für die Schulen in Walsrode ran. Spöring sieht Synergieeffekte, zum Beispiel in den Bereichen Musik oder Theater. Auch Sportstätten könnten von mehreren Schulen genutzt werden. „Wir müssen gemeinsam neu denken.“

Am Donnerstag, 12. Mai, findet ein Informationsabend in der Aula des Gymnasiums statt. Es geht ums Gymnasium und die Oberschule. Beginn ist um 20 Uhr. 

sal

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