Niedersächsisches Forstamt Rotenburg erntet Nadelholz und pflegt den Wald

Sperrung von Wanderwegen im Benzer Sunder

Ein Banner im Wald weist auf Lebensgefahr hin.
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Abgesperrte Waldwege dürfen wegen fallender Bäume und Kronenteile während der Erntearbeiten im Benzer Sunder auf keinen Fall betreten werden, hier besteht Lebensgefahr.

In der Revierförsterei Ahlden finden Waldpflegearbeiten mithilfe einer Holzerntemaschine statt. Ein besonderer Schwerpunkt der forstlichen Maßnahmen liegt im Forstort Benzer Sunder. Das Waldgebiet grenzt südlich an die Stadt Walsrode und erstreckt sich bis zur Ortschaft Benzen. Der Benzer Sunder wird gerne von Wanderern, Joggern, Fahrradfahrern und anderen Naturliebhabern aufgesucht, heißt es in einer Pressemitteilung der Niedersächsischen Landesforsten.

Walsrode – „Abgesperrte Waldwege dürfen wegen fallender Bäume und Kronenteile während der Erntearbeiten auf keinen Fall betreten werden, hier besteht Lebensgefahr.“ Das Forstamt Rotenburg bittet um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen bei den gewohnten Waldbesuchen. Voraussichtlich werden die Arbeiten Anfang Januar abgeschlossen sein.

Gerd Jülke, Revierleiter der Försterei Ahlden, erläutert: „Auch den Philosophenweg, den beliebten Wanderweg im Sunder, müssen wir kurzzeitig sperren, wenn hier Motorsägen und Forstmaschinen im Einsatz sind. Von Zeit zu Zeit müssen selbst in stadtnahen Erholungswäldern Pflege- und Holzerntearbeiten durchgeführt werden. Durch die gezielte Entnahme einzelner Bäume oder Baumgruppen fördere ich das Wachstum der verbleibenden Bäume.“ Die Bäume entwickelten größere Kronen, seien damit stabiler und vitaler und könnten sich besser gegen äußere Einflüsse wehren.

Totholzanteil wird erhöht

„Gleichzeitig entnehme ich einzelne instabile Bäume entlang der Wege, hier insbesondere auch am Philosophenweg. Die besonders geschützten Quell- und naturnahen Bachbereiche der Böhme bleiben dabei weitgehend unberührt. Lediglich nicht standortgerechte Nadelbäume werden wir in den Randbereichen der wertvollen Feuchtbiotope zurücknehmen“, beschreibt Jülke die Arbeiten.

Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften ihre Wälder nach den Grundsätzen der langfristigen ökologischen Waldentwicklung (Löwe). Dabei sei es wichtig, die anstehenden Holzerntearbeiten mit den Naturschutzaspekten, den Freizeitinteressen der Bevölkerung und den Nutzungsbelangen der Waldbesitzer in Einklang zu bringen, heißt es weiter.

Wald könnte zeitweilig unordentlich wirken

„Grundsätzlich werden alle Pflege- und Holzerntearbeiten in Übereinstimmung mit der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes durchgeführt. Bei aller Umsicht und Vorsicht werden sich aber vorübergehende Schäden an einzelnen Wegen nicht vollständig verhindern lassen. Auf unsere Waldbesucher wird der Wald nach den Arbeiten zeitweilig unordentlich wirken. Kronenholz und einige Bäume bleiben im Wald liegen, um den ökologisch wertvollen Totholzanteil weiter zu erhöhen und den Nährstoffkreislauf zu gewährleisten“, wirbt Jülke um Verständnis.

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